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Videokonferenz mit neuneinhalb Stunden Zeitverschiebung

Australische Doktorarbeit über Nottuln

Nottuln

Die gebürtige Nottulnerin Vera Theresa Storp nimmt von Australien aus ihre Heimatgemeinde in den Baumbergen in den Blick – für eine Doktorarbeit. Dafür sprach sie nun auch mit Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes.

wn

Adelaide in Australien spricht mit Nottuln im Münsterland: Vera Theresa Storp befragte für ihr Promotionsvorhaben Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes. Foto: Gemeinde Nottuln

In Nottuln war es ein kalter Morgen, in Adelaide dagegen ein sommerlicher Abend, als Vera Theresa Storp sich nun über ihr Promotionsvorhaben mit Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes austauschte.

Wie wirkt die Umwelt auf den Menschen und wie prägen eine Umgebung und der Lebensraum diese Beziehung zueinander? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Storp in ihrer Doktorarbeit, die sie derzeit an der Universität von Adelaide, Australien, im Rahmen eines Stipendiums schreibt. Die Promovendin, die ursprünglich selbst aus Nottuln kommt, forscht über die Mensch-Umwelt-Beziehung in städtischen und ländlichen Gebieten in Deutschland und hat neben Paderborn ihre alte Heimat Nottuln als Fallstudienort gewählt, berichtet die Gemeinde Nottuln in einer Pressemitteilung.

Im Rahmen ihrer Arbeit erhebt sie dabei auch Daten aus Befragungen und Interviews, die sie mit Bürgerinnen und Bürgern, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, mit Politikerinnen und Politikern führt – so auch mit Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes. In einer gemeinsamen Videokonferenz befragte Storp ihn zu seiner Einschätzung und seinen Visionen für Nottuln hinsichtlich Natur, Ortsplanung und Umwelt und darüber, welche Rolle diese Themen in der aktuellen Politik in der Gemeinde spielen.

„Ich nehme in Nottuln eine tiefe Naturverbundenheit wahr – besonders im Vorhaben und der Forderung, die Natur und unsere Umwelt zu schützen“, erläuterte Dr. Thönnes. „Flächennutzung, Biodiversität, ökologisches Bauen und nachhaltige Mobilitätskonzepte: Im politischen Kontext sind diese wichtigen Anliegen längst angekommen und prägen auch meine Arbeit für die Gemeinde maßgeblich.“

In etwa eineinhalb Jahren soll die wissenschaftliche Arbeit abgeschlossen sein. So lange möchte Storp bis zu einem Besuch in ihrer Heimat allerdings nicht mehr warten, da sie ihre Familie aufgrund der Pandemie seit Monaten nicht mehr besuchen konnte.

„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für ihre Forschungen und freue mich schon auf einen persönlichen Austausch, sobald Corona einen Besuch in Nottuln wieder zulässt“, schloss Thönnes das Gespräch, das mit neuneinhalb Stunden Zeitverschiebung und einer Entfernung von rund 15 000 Kilometern eine willkommene Abwechselung in den Videokonferenz-Alltag brachte.

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