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Ehrenamtspreis

Auszeichnung für Zeit und Einsatz

Nottuln

Sie setzen sich für die Allgemeinheit ein und machen das Leben in der Gemeinde bunter und lebenswerter: Gleich drei Gruppen sind mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden.

Alex Piccin

Stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke (l.) und Bettina Kerkhoff (Sparkasse) vergaben die Ehrenamtspreise an (v.l.) Günter Dieker (Städtepartnerschaftskomitee), Uli Messing (Teilhabebeirat) und Udo Henke (Freiwillige Feuerwehr), Foto: Alex Piccin

Ehre, wem Ehre gebührt. Das haben sich die Sparkasse Westmünsterland und die Gemeinde Nottuln auf die Fahne geschrieben und einen Ehrenamtspreis ausgelobt. Das Städtepartnerschaftskomitee Nottuln/Fachbereich Saint-Amand-Montrond, der Teilhabebeirat der Gemeinde Nottuln und die Freiwillige Feuerwehr Nottuln sind jetzt im Pfarrheim ausgezeichnet worden. Sie freuen sich über jeweils 500 Euro Preisgeld. „Freiwilliger Einsatz von Bürgern lässt sich nicht kaufen, aber ideell anerkennen und finanziell fördern“, eröffnete Sparkassen-Filialleiterin Bettina Kerkhoff die Veranstaltung.

Mit dem Ehrenamtspreis möchten Sparkasse und Gemeinde an den hohen Stellenwert dieser unentgeltlichen Tätigkeiten erinnern. Die Auszeichnung sei Anerkennung, Unterstützung, Respekt und Motivation zugleich. „Das Ehrenamt und die, die diese Ämter ausüben, sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, sagte stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke. Die Arbeit der Ehrenamtler mache die Welt bunter und lebenswerter.

Der Fachbereich Saint-Amand-Montrond des Städtepartnerschaftskomitees kümmert sich seit 35 Jahren um die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen. Zahlreiche Freundschaften seien entstanden, welche die Jahrhunderte alten Feindschaften von einst vergessen haben lassen, so Paul Leufke in seiner Laudatio: „Unsere deutsch-französischen Beziehungen sind äußerst beständig und weisen in Richtung Zukunft.“ Der Vorsitzende des Fachbereichs, Günter Dieker, hob hervor, dass sich eine Ankunft in Saint Amand so anfühlt wie nach Hause zu kommen.

Der Teilhabebeirat steht für die Inklusion in der Gemeinde. Seit zehn Jahren – zu Beginn noch als Behinderten- und Seniorenbeirat – setzen seine Mitglieder sich für die Belange und für die Bedürfnisse von Menschen ein, die mit Einschränkungen durchs Leben gehen müssen. „Ihnen liegen die Menschen mit Einschränkungen besonders am Herzen“, unterstrich Paul Leufke. Er hob die Aktion „Gaumenschmaus von Haus zu Haus“ hervor, die alle drei Jahre stattfindet.

„Es ist gut, dass wir mittlerweile in allen Ortsteilen angekommen sind, auch wenn die Resonanz unterschiedlich ausfällt“, kommentierte der Vorsitzende Uli Messing. Der Beirat deckt viele Themen ab, würde sich aber freuen, wenn auch der Bereich der Alleinerziehenden dazukommen würde. Mitmachmöglichkeiten gebe es viele.

„Ein starkes Stück Arbeit für das Gemeinwohl“ leiste die Freiwillige Feuerwehr Nottuln mit den Löschzügen Nottuln und Appelhülsen sowie den Löschgruppen Schapdetten und Darup. 151 Männer und vier Frauen gehen bei ihrer nicht immer ungefährlichen Tätigkeit auch mal an ihre Grenzen, erklärte Leufke. 216 Einsätze hatte die Feuerwehr bis Anfang Dezember geleistet. Damit bewegt sie sich in etwa auf Vorjahresniveau. Die Feuerwehr-Ausrüstung stieße jedoch an ihre Grenzen.

„Ihrem herausragenden Einsatz ist es – zusammen mit ihrem Fach- und Sachwissen – zu verdanken, dass sich die Nottulner immer sicher und gut aufgehoben fühlen können“, so der stellvertretende Bürgermeister. „Ihnen allen und all Ihren Leistungen gilt unser höchster Respekt.“ Leufke freute sich auch, dass der Nachwuchs in den Startlöchern steht. Zehn Jungen und vier Mädchen bilden die Jugendfeuerwehr.

Der Leiter der Feuerwehr, Udo Henke, sprach über den Zeitaufwand der Kameraden: „Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz, da wir die Bereitschaft wiederherstellen müssen.“ Da kämen insgesamt schnell 10 000 Einsatzstunden im Jahr zusammen.

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