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Erntezeit in Nottuln

Bananenstaude überrascht mit süßen und leckeren Früchten

Nottuln

Über eine reiche Bananenernte freut sich Renate Mannwald. Eine kleine Staude ist in ihrem Wintergarten stattlich herangewachsen und trägt nun etliche gelbe, schmackhafte Früchte.

Von Ansgar Kreuz

Erntezeit ist im Wintergarten von Renate Mannwald. Täglich pflückt die Nottulnerin gelbe Bananen von der Staude. Foto: Renate Mannwald

Bananen zählen zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Für gewöhnlich werden die Früchte aus fernen Ländern importiert. Doch in diesen Tagen ist sogar in Nottuln Erntezeit. Renate Mannwald pflückt die gelben Früchte direkt von einer Staude in ihrem Wintergarten. „Wir haben die Bananen probiert, sie schmecken sehr gut, sind richtig süß und lecker“, freut sich Mannwald, die zusammen mit ihren Kindern den Geschmackstest gemacht hat.

Wintergarten als passender Standort

In einem Blumengeschäft hat die Nottulnerin im September 2019 eine kleine Bananenpflanze gekauft. Und im Wintergarten fand diese offenbar den passenden Standort, denn sie wurde immer größer. „Im Oktober 2021 neigte sie sich etwas auf die Seite, und ich dachte schon, sie geht ein. Dann entdeckte ich aber auf einmal ganz kleine Bananen, und mit der Zeit wurden es immer mehr“, berichtet Renate Mannwald gegenüber dieser Zeitung. Durch das Gewicht neigte sich die Staude so sehr, dass sie abgestützt werden musste.

Wie Bananen aus fernen Ländern

Zwischendurch holte sich die Nottulnerin immer wieder einmal Rat im Blumengeschäft, wie sie die Pflanze weiter pflegen müsse. Die Mitarbeiter seien total überrascht gewesen, dass die Bananenpflanze tatsächlich Früchte trägt. So etwas hätten sie noch nicht erlebt. „Da habe ich mich gefreut, dass die Pflanze im Wintergarten und durch häufiges Gießen einfach so schön gewachsen ist und Bananen bekommt. Ich dachte nämlich bis dahin, ich hätte keinen grünen Daumen“, erzählt Mannwald weiter. Vor einer Woche seien die ersten Bananen dann gelb und reif geworden. „Damit hatte ich gar nicht gerechnet!“

Die Schale der in Nottuln gereiften Bananen sei dünner als bei den gekauften. Und die Früchte seien ein bisschen kleiner. „Aber sonst ist alles so wie aus fernen Ländern“, zieht die Staudenbesitzerin einen Vergleich.

Etwa 40 Früchte hat die Staude emporgebracht. Diese werden nun in verschiedenen Variationen verspeist oder an Nachbarn, Familie oder Freunde weitergegeben. „Jeden Morgen sind wieder weitere Bananen reif. Das ist so schön“, freut sich Renate Mannwald. Aber sie ist auch etwas wehmütig, denn das Pflanzenleben neigt sich dem Ende zu. Bananenstauden gehen ein, nachdem sie Früchte getragen haben, hat sie erfahren.

Ableger sollen die nächste Ernte bringen

Umso schöner ist es daher, dass die Staude vier Ableger hat, die dann wieder wachsen können. „Anfragen zur Adoption der Ableger gibt es schon“, berichtet Renate Mannwald. „Einen Ableger werde ich behalten und hoffe dann auf weitere Bananen in zwei bis drei Jahren.“

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