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Stadtradeln: Rainer Fumpfei in Nottuln

Bike-Botschafter auf der Durchreise

Nottuln

Er radelt durch ganz Deutschland – ungefähr 2000 Kilometer – und war am Montag in Nottuln: Stadtradeln-Botschafter Rainer Fumpfei.

Von Iris Bergmann

Der Stadtradeln-Botschafter Rainer Fumpfei (2.v.r.) machte auf seiner Deutschland-Tour auch in der Gemeinde Nottuln Station. Hier begrüßten ihn die Klimaschutzbeauftragte Martina Marquardt-Wißmann und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes sowie ADFC-Ortsgruppenmitglied Günter Dieker. Foto: Iris Bergmann

„Ich freue mich immer, durch die Republik zu fahren und Menschen kennenzulernen“, erzählte Rainer Fumpfei gut gelaunt. Am Montag kam der Stadtradeln-Botschafter auf seiner diesjährigen Tour durch die Gemeinde Nottuln und wurde von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, der Klimaschutzbeauftragten Martina Marquardt-Wißmann und Günter Dieker von der ADFC-Ortsgruppe willkommen geheißen.

In Dülmen habe er übernachtet, bevor er im Stiftsdorf angekommen sei, erzählte Fumpfei. Hier pausierte der erfahrene Radfahrer am späten Vormittag in der Sonne auf dem Stiftsplatz, eine Tasse Kaffee in der Hand. Er war beeindruckt von der Kulisse und dem schönen Platz in der Ortsmitte, der geradezu dazu einladen würde, nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt zu werden, meinte er.

Einsatz für lebenswerte Städte und Gemeinden

Er fahre nicht nur mit dem Rad durch Deutschland, sondern habe auch eine Botschaft im Gepäck: „Man sollte daran denken, dass Städte und Gemeinden für Menschen und nicht für Autos gebaut sind.“ Er sei keineswegs ein restriktiver Radfahrer, sondern plädiere für ein ausgewogenes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.

Der Zustand der Radwege und das Radwegenetz seien in den einzelnen Regionen Deutschlands recht unterschiedlich. „Ich habe mich gar nicht so unwohl gefühlt, als Ortsfremder hier in Nottuln einzufahren“, lobte er die Gemeinde.

Fumpfei ist ein alter Radfahr-Hase. Zum 13. Mal ist er als Stadtradeln-Botschafter auf Deutschlandtour. Es wird allerdings jetzt auch seine letzte Tour sein. 45 bis 50 Kilo Gepäck hat er an seinem maßgefertigten Fahrrad, das natürlich keinen Motor hat. „Ich hab genug Biomasse“, schaut er lachend auf seine muskulösen Beine herunter. Außerdem wolle er am Ende des Tages das Gefühl haben, etwas getan zu haben. Und natürlich wolle er auch andere Menschen motivieren.

„Biomasse“ statt Elektromotor

Nach der Begrüßung und der Kaffeepause in Nottulns guter Stube machte sich Rainer Fumpfei wieder auf den Weg über Münster Richtung Telgte. Am 3. Juni, dem Weltfahrradtag, will der Stadtradeln-Botschafter in Berlin ankommen. Dann haben er und sein Rad etwa 2000 Kilometer zurückgelegt.

Besonders gefreut hat er sich auch über ein Gastgeschenk, ein Buch über die Historie Nottulns, schreibt Fumpfei in seinem Blog. Es sei leider etwas zu groß und zu schwer gewesen, um es auf der weiteren Tour mitzuführen. „Aber Dank des Paketdienstes werde ich mich auf dem heimischen Sofa daran erfreuen.“

stadtradeln.de/botschafter

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