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Landesregierung änderte Impferlass: Nottulner Impfzentrum reagiert auf neue Bedingungen

Booster-Impfung doch erst nach vier Monaten

Nottuln

Die Sperrfristen für Booster-Impfungen wurden noch einmal angepasst. Nach dem neuesten Erlass muss die Grundimmunisierung nun vier Monate zurückliegen. Für die Impfstelle Nottuln wurden die Anmeldemodalitäten entsprechend geändert.

Auf die geänderte Regelung für Booster-Impfungen reagierte die Gemeinde Nottuln, die am Wochenende ein Impfzentrum einrichten wird. Foto: picture alliance/dpa

Manchmal überschlagen sich die Ereignisse. Was gestern noch war, ist heute schon nicht mehr gültig. So geschehen mit dem Impferlass der NRW-Landesregierung vom Dienstag (14. Dezember). Das berichtet die Gemeinde Nottuln in einer Pressemitteilung. Diesem Erlass zufolge wurden die Sperrfristen für die Booster-Impfung von fünf Monaten auf vier Wochen herabgesetzt. Mit der Intention, dass sich auf diese Weise möglichst viele Menschen in den kommunalen Impfzentren ihre Booster-Impfung geben lassen können.

Der Kreis Coesfeld und das Deutsche Rote Kreuz richteten sich darauf ein und änderten die entsprechenden Modalitäten im Online-Anmeldeportal. Am Mittwochmorgen (15. Dezember) wendete sich das Blatt: Die Vier-Wochen-Regelung, so heißt es in dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, gelte nur noch in Ausnahmefällen. „Und zwar dann, wenn es eine medizinische Indikation dafür gibt“, macht Stefan Kohaus, Rechtsrat der Gemeinde Nottuln deutlich. Er sieht solche Fälle „ganz klar bei den Hausärzten und nicht bei der Impfstelle angesiedelt“.

Die Kreisverwaltung als Betreiberin der Impfstellen im Kreis Coesfeld und das DRK reagierten schnell auf die geänderte Rechtslage. „Die Impfstelle Nottuln, die an diesem Wochenende öffnet, wird nach dem neuen Erlass nur noch solche Personen boostern, deren Grundimmunisierung mindestens vier Monate zurückliegt“, erläutert der Rechtsrat. Personen, die ihre Erst- oder Zweitimpfung bei den Impfstellen bekommen möchten, sind von der Erlass-Änderung nicht betroffen.

Wer bereits einen Termin für die Auffrischungsimpfung unter den alten Voraussetzungen im Online-Portal des Roten Kreuz gebucht hatte, bekam via E-Mail eine Termin-Stornierung mitgeteilt und wurde über den geänderten Impferlass informiert.

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