1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Bürgergenossenschaft startet Haustüroffensive

  8. >

Daruper Projekt „Wir kaufen unsere Dorfkneipe“

Bürgergenossenschaft startet Haustüroffensive

Darup

Ein Dorf kauft seine Dorfkneipe – genau das wird gerade im Nottulner Ortsteil Darup versucht. Bislang läuft die Aktion recht ermutigend, jetzt startet die Daruper Bürgergenossenschaft noch eine Haustüroffensive.

Von Iris Bergmann

200 000 Euro hat die Daruper Bürgergenossenschaft für das Projekt „Wir kaufen unsere Dorfkneipe“ schon zusammen. Noch reicht die Summe aber nicht. Foto: Iris Bergmann

„Es geht um unseren Dorfmittelpunkt, den Versammlungsort und die Anlaufstelle für unser Vereinsleben und für kulturelle Veranstaltungen.“ In der Stimme von Andreas Determann findet sich der ganze Einsatzwille wieder, den er zusammen mit anderen aktiven Mitgliedern der Daruper Bürgergenossenschaft (BG) seit einigen Wochen an den Tag legt, um die einzige Gastwirtschaft im Dorf am Leben zu erhalten. Unter dem Motto „Wir kaufen unsere Dorfkneipe“ hat die BG eine außergewöhnliche Initiative in Darup gestartet. Sie möchte den Landgasthof Egbering kaufen und mit einem Pächter weiter betreiben, denn die jetzigen Eigentümer wollen das Objekt verkaufen und in den Ruhestand gehen (wir berichteten).

Ziel: 500 000 Euro durch Bürgerbeteiligungen

Anfang Juni startete das ehrgeizige Projekt. 500 000 Euro sollen durch Bürgerbeteiligungen zusammenkommen. Jeder, der möchte, kann Anteile in Höhe von 250 Euro pro Anteil zeichnen. „Das heißt, man wird Miteigentümer der Kneipe“, erklärt Determann und macht deutlich, dass die gezeichnete Summe keine Spende sei.

Fulminanter Start

Die Aktion lief fulminant an. Innerhalb von ein paar Tagen war die 100 000-Euro-Schallmauer schon durchbrochen. Aktuell ist die 200 000 Euro überschritten worden, was etwa 41 Prozent der Gesamtsumme ausmacht. „Es war schon klar, dass es nicht mehr so schnell geht mit der Steigerung“, war sich das BG-Team bewusst. Hinzu kommen nun noch die Sommerferien. Dennoch: „Wir werden jetzt noch eine Offensive starten und von Haus zu Haus gehen“, kündigt An­dreas Determann an. So will die Bürgergenossenschaft auch die Mitbürger erreichen, die nicht so internetaffin sind. Auch das Enddatum der Anteilszeichnung sei nicht in Stein gemeißelt, erklärt Determann. Das habe man zunächst einmal so festgesetzt. Unter Umständen werde die Frist noch über den 30. Juli hinaus verlängert.

Für die Zukunft des Dorfes

„Es ist kein klassisches Investitionsprojekt“, gibt Determann zu. Aber darum gehe es auch nicht. Hier gehe es um sehr viel mehr. „Wir tun etwas für die Zukunft unseres Ortes und somit auch für nachfolgende Generationen, wenn wir diesen sozialen Mittelpunkt erhalten.“

Startseite