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Präsidentenwahl in Polen

Chodziez wählte proeuropäisch

Nottuln/Chodziez

In Nottulns polnischer Partnerstadt Chodziez ist die große Mehrheit der Bürger proeuropäisch eingestellt. Das spiegelt auch das Ergebnis zur Präsidentschaftswahl wider.

Ludger Warnke

Bei der Präsidentenwahl stimmten die Menschen in der Partnerstadt Chodziez mit großer Mehrheit für Rafal Trzaskowski, den Bürgermeister von Warschau.   Foto: Pawel Supernak/PAP/dpa

In der polnischen Partnerstadt Chodziez haben sich die Menschen bei der Präsidentenstichwahl mit großer Mehrheit für den proeuropäischen Kandidaten Rafal Trzaskowski, Bürgermeister von Warschau, ausgesprochen. Das erfuhr das Nottulner Partnerschaftskomitee – Fachbereich Chodziez – vom Bürgermeisteramt der Partnergemeinde. Danach erzielte Rafał Trzaskowski als gemeinsamer Kandidat der Oppositionsparteien ein Ergebnis von 67,05 Prozent (6739 Stimmen). Der konservative Amtsinhaber Andrzej Duda, der von der PIS unterstützt wird, erzielte in Chodziez ein Ergebnis von nur 32,95 Prozent (3311 Stimmen). Die Wahlbeteiligung in der Partnerstadt lag bei 68,37 Prozent. Auf ganz Polen bezogen reichte es aber für eine knappe Wiederwahl von Andrzej Duda.

„In Chodziez ticken die politischen Uhren – Gott sei Dank – anders“, kommentierte Nottulns Komiteevorsitzender Robert Hülsbusch das lokale Wahlergebnis.

Bürgermeister Jacek Gursz erklärte zum Wahlausgang: „Wir haben wieder in Chodziez gewonnen. Wir lassen uns den Erfolg unserer harten Arbeit in den letzten Jahren von niemandem kaputt machen. Unsere gesamte Nation hat sich jedoch anders entschieden. Demagogie und Populismus haben gewonnen. Die Menschen wurden durch Versprechen und Geld der Regierung bestochen.“

Auch Beata Ruguszka, Vorsitzende des polnischen Komitees für Städtepartnerschaft, zeigte sich über die knappe Wiederwahl Dudas enttäuscht: „Wir waren dem Wechsel so nah. Wir wünschen uns wieder eine liberale Politik und einen eindeutig proeuropäischen Kurs unseres Landes!“

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