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Ehemaliges Landgasthaus Egbering wird komplett saniert

Ein Dorf packt kräftig mit an

Darup

Es geht voran. Und das deshalb, weil es ganz viele Helferinnen und Helfer gibt, die ihr Können und Wissen einbringen. So kann es was werden mit der neuen Daruper Dorfkneipe.

Noch sieht alles recht wüst aus: Die Arbeiten im ehemaligen Landgasthaus Egbering sind in vollem Gange. Dieses Bild zeigt die Küche der bekannten Gaststätte. Foto: Bürgergenossenschaft Darup

„Wir haben hier 1000 Leute, die Lust haben, dass es was wird“, lacht Dirk Teichmann. „Und jeder von ihnen hilft so, wie er kann.“ Und das Können ist durchaus vielfältig, denn die Veränderungen, die sich in den vergangenen Monaten in der Daruper Dorfkneipe, dem ehemaligen Landgasthaus Egbering, getan haben, sind riesengroß. „Wir haben tolle Fortschritte gemacht“, ist Teichmann, Vorstandsmitglied der Daruper Bürgergenossenschaft, zurecht stolz auf die Leistung aller.

1000 Anteilseigner an der Dorfkneipe hat die Bürgergenossenschaft, die damit allesamt das Projekt finanziell unterstützen. Und es gibt inzwischen ein vielköpfiges Team, das mit fachlichem Know-how und körperlichem Einsatz nach und nach die erträumte Dorfkneipe entstehen lässt. Bei den Bauhelfern gibt es unterschiedliche Schwerpunkte: Der eine kann Elektrik, der andere Tischlerei, wieder ein anderer ist Fliesenfachmann oder Trockenbau-Experte. Und alle zusammen haben richtig gewirbelt in den letzten Monaten.

1000 Anteilseigner an der Dorfkneipe

„Und mit jedem fertigen Gewerk freuen wir uns ein Stück mehr“, schaut Teichmann beinahe liebevoll auf das Gebäude und zeigt gleich auf eine Außenwand, die noch verkleidet werden muss: „Hier haben wir die alte Kegelbahn weggerissen.“ Zwei Wochenenden und vier bis sechs kräftige Leute mit dem Presslufthammer habe es benötigt, dann war die Kegelbahn Geschichte.

Fertig sind inzwischen die Sanitäranlagen: Schicke helle Fliesen, moderne Wasch- und Toilettenbecken sind installiert. Auch eine behindertengerechte Toilette wurde eingebaut. Die Küche war das zweite große Unternehmen. „Wir haben alle Geräte ausgebaut und dann hat sich ein Küchentechniker angeschaut, was noch zu gebrauchen ist“, erzählt Teichmann. Das war, sehr zur Freude des Vorstands, recht viel. Was dann noch fehlte, habe man bei einer Gaststättenauflösung in Ahaus günstig erwerben können.

Günstig ist das Stichwort bei dem ganzen Unternehmen. „Wir haben den Spardaumen auf allem“, bekräftigt Teichmann. Und daneben werde so viel wie nur möglich in Eigenleistung erbracht. Wie eben die Reinigung der Küchengeräte. „Die sehen jetzt wieder aus wie neu.“ Die Fliesen in der Küche wurden komplett erneuert, und alle alten Stromkabelstränge wurden abgeklemmt und neu gelegt. Aktuell sind in der Küche die Fliesenleger am Werk.

Christian Kock, Nottulner Architekt, hat auf alles ein Auge. „Er ist sehr engagiert und koordiniert alles so super“, ist Dirk Teichmann froh. Als nächstes kommen die Trockenbauer ins Haus und dann folgen Malerarbeiten. Und – darüber freuen sich alle Beteiligten besonders: Es wird ein richtiger Biergarten angelegt. In Gedanken sitzen er und viele andere Helfende schon am lauschigen Sommerabend bei einem kühlen Bier im urigen Biergarten der Dorfkneipe.

Suche nach einem Pächter läuft

Es läuft gut, das Vorhaben „Wir kaufen unsere Dorfkneipe“. Einzig ein Pächter fehlt noch zum großen Glück. „Die Suche läuft auf Hochtouren und wir nutzen viele Wege“, schmunzelt Dirk Teichmann geheimnisvoll.

Auf der Homepage www.daruper-bg. de gibt es fortlaufend Infos über die Fortschritte in der Dorfkneipe

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