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Welttag der Poesie am 21. März

„Das war überhaupt nicht schwer“

Nottuln

Die Schüler des Rupert-Neudeck-Gymnasiums haben sich anlässlich des Welttages der Poesie mit Lyrik beschäftigt. Und diese zu Papier gebracht. Die Ergebnisse sind nun in den Fenstern der Schule ausgestellt.

Iris Bergmann

Lehrerin Wiebke Tiessen mit Elma (M.) und Amir aus der Auffangklasse. Die beiden Jugendlichen aus Syrien haben Gedichte in ihrer Muttersprache beigesteuert und auch übersetzt. Foto: Iris Bergmann

„Ich habe ein Gedicht von meinem Lieblingsdichter Nisar Qabbani ausgesucht“, erzählt Elma. Die 16-Jährige ist Schülerin der Auffangklasse des Nottulner Rupert-Neudeck-Gymnasiums und hat mit großer Begeisterung mitgemacht: Sie und alle anderen Schülerinnen und Schüler haben entweder selbst Gedichte geschrieben oder von Schriftstellern ausgesucht, um damit zum „Welttag der Poesie“ beizutragen, der am Sonntag (21. März) begangen wird.

Die Ergebnisse können sich sehen und lesen lassen. Sie hängen in den Fenstern des Pavillons 6/7 aus und laden am Wochenende alle Bürgerinnen und Bürger ein, beim Spaziergang vorbeizuschauen und die Poesie zu genießen.

„Pro Schuljahr suchen wir immer zwei Welttage aus“, erklärt Lehrerin Wiebke Tiessen. Das geschehe im Rahmen der Aktivitäten als UNESCO-Projektschule. Zum Welttag der Poesie waren nun alle Jahrgangsstufen von der fünften Klasse bis zur Oberstufe aufgerufen, dichterisch tätig zu werden. „Das meiste ist natürlich jetzt im Homeschooling entstanden“, zuckt die Lehrerin die Schultern. Aber: „Die Schülerinnen und Schüler haben sich viele Gedanken gemacht“, freut sie sich. Etliche Gedichte haben mit den Jahreszeiten zu tun, da merke man, wie sehnsüchtig manche auf den Frühling und Sommer warten, meint Wiebke Tiessen.

Die Mädchen und Jungen aus der Auffangklasse für Flüchtlinge haben sich, statt selbst zu dichten, Gedichte von Schriftstellern ihrer Heimat ausgesucht. So wie Elma (16) und Amir (17) aus Syrien. Beide haben nicht nur Gedichte in ihrer Muttersprache ausgewählt, sondern sie auch ins Deutsche übersetzt. „Das war überhaupt nicht schwer“, findet Amir. „Einige dieser Gedichte berühren einen schon tief“, sagt Wiebke Tiessen.

Nun hängt die Poesie auf Papier in den Fenstern des Pavillons 6/7, viele Gedichte liebevoll mit Bildern oder Grafiken verziert. Die fremdsprachigen Gedichte sind mit einem QR-Code versehen, den Besucher scannen können, um sich das Gedicht im Original und in der Übersetzung anzuhören. Natürlich würden sich alle jungen Dichterinnen und Dichter über viel Zulauf vor den Fenstern des Pavillons freuen, dessen Rollläden heute und morgen oben bleiben werden. Zu finden sind die Gedichte auch auf der Homepage der Schule .

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