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Stiftsbuchhandlung Esplör: Lesung mit Petra Fietzek

Die Geschichte eines „Mauerkindes“

Nottuln

Es waren prägende Erlebnisse für die Buchautorin Petra Fietzek: „Ich war ein Mauerkind. Eingeschlossen in der brutalen Realität der politischen Berliner Mauer mit Stacheldraht, in den traumatischen Kriegserlebnissen meiner Eltern, in der kalten Anonymität der Großstadt Westberlin, in der irren Ambivalenz von Wirtschaftswunder und Schießbefehl, von heiler Welt und Unheil.“ Jetzt kommt sie nach Nottuln und liest aus ihrem neuen Roman.

Petra Fietzek liest am 11. März in der Stiftsbuchhandlung Esplör aus ihrem Buch „Mauerkind“. Foto: Sammlung Fietzek

Am 11. März (Freitag) wird die Autorin Petra Fietzek um 19.30 Uhr in der Stiftsbuchhandlung Esplör aus ihrem 2021 im Elsinor Verlag erschienenen Roman „Mauerkind“ lesen – ein Roman, der mit „literarischer Freiheit“ von ihrem Aufwachsen im Westberlin der 60er-Jahre erzählt.

„Die Gäste dürfen gespannt auf dieses Buch sein, zu dessen Entstehung und Hintergrund die Autorin sicherlich viel Interessantes zu berichten weiß“, freut sich Buchhändlerin Jacqueline Esplör auf die Lesung mit der in Coesfeld lebenden Autorin.

Aufwachsen in der „Frontstadt“

Petra Fietzek erklärt zu ihrem Buch: „Ich war ein Mauerkind. Eingeschlossen in der brutalen Realität der politischen Berliner Mauer mit Stacheldraht, in den traumatischen Kriegserlebnissen meiner Eltern, in der kalten Anonymität der Großstadt Westberlin, in der irren Ambivalenz von Wirtschaftswunder und Schießbefehl, von heiler Welt und Unheil.“ Die Autorin schreibt von ihrer Zeit in den Jahren 1963 bis 1967, als die zu Beginn Achtjährige aus Frankfurt am Main kommend mit ihrer Familie nach Westberlin zog.

Vor dem Hintergrund der politischen Situation gerade in dieser „Frontstadt“ erzählt Petra Fietzek zwar einerseits distanziert, andererseits jedoch sehr persönlich von privaten Erinnerungen. Sie nennt sich im Roman Helene, lässt die Wahrnehmungen, Erlebnisse und Erfahrungen des Kindes unkommentiert und enthält sich jeglicher Bewertung aus der späteren, reflektierten und erwachsenen Sicht. Es wird von Freundschaften und Verwandtschaftsbesuchen berichtet, von Schule und Alltag und den auslösenden Momenten und Grundlagen des Beginns des eigenen Schreibens, das für Petra Fietzek den weiteren Werdegang bestimmte.

Bislang rund 60 Buchveröffentlichungen

Nach dem Studium der Germanistik, Kunstwissenschaft und Philosophie arbeitet sie seit 1985 als freie Schriftstellerin und veröffentlichte seitdem rund 60 Bücher in den Bereichen Lyrik, Prosa und Kinder- und Jugendliteratur, die zum Teil in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sind. Petra Fietzek ließ sich zur Schreibtherapeutin ausbilden und arbeitet unter anderem als Leiterin von Schreibwerkstätten.

Bei der Lesung handelt es sich um eine Veranstaltung mit der Beteiligung der Gesellschaft für Literatur in NRW, die durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert wird. Wegen der aktuellen Corona-Situation werde die Lesung leider mit einer geringen Besucherzahl stattfinden müssen, heißt es in der Ankündigung. Es gilt die 2G-plus-Regel mit verpflichtendem Tragen der Masken während der Veranstaltung. Die Gäste werden gebeten, vor Eintritt die entsprechenden Nachweise und den Personalausweis bereitzuhalten.

Eintrittskarten sind ab sofort in der Stiftbuchhandlung Esplör zum Preis von 10 Euro erhältlich, Kartenreservierung werden unter der Rufnummer 0 25 02/10 66 entgegengenommen.

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