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Christophorus-Kliniken: Christiane Sieverding

Die gute Seele der Kinderstation

Coesfeld/Nottuln

Die Kinder und Jugendlichen vertrauen ihr. Und für sie ist ihr Job eine Herzensangelegenheit: Christiane Sieverding betreut die Patienten der Kinderstation. Jetzt wurde sie in besonderer Weise „belohnt“.

wn

Christiane Sieverding betreut die kleinen Patienten der Kinderstation schon seit vielen Jahren. Foto: Christophorus-Kliniken

Die Tür geht auf und ein freundliches Gesicht erscheint: „Guten Morgen, ich bin die Christiane. Ich betreue hier auf der Kinderstation die Kinder.“ Der kleine Junge schaut zuerst skeptisch, dann immer fröhlicher. Er ist heute Morgen mit seinen Eltern in die Kinderklinik der Christophorus-Kliniken in Coesfeld gekommen. Nun freut er sich auf das Spielzimmer, von dem die sympathische Erzieherin erzählt.

Christiane Sieverding betreut die Patienten der Station zwischen zwei und 17 Jahren, berichten die Christophorus-Kliniken in einer Pressemitteilung. Ihre Stelle umfasst eigentlich 26 Stunden pro Woche. Die Kinderkrebshilfe Weseke unterstützt ihre Arbeit in diesem Jahr jedoch mit weiteren zehn Stunden pro Woche, sodass sie auch nachmittags oder bei Bedarf abends vor Ort sein kann. Dafür hat der Verein 42 000 Euro bereitgestellt. „Frau Sieverding betreut die Kinder im Spielzimmer, aber auch die isolierten oder geschwächten Kinder in ihren Zimmern. Diese umfangreiche Betreuung finden wir sehr wertvoll“, erklärt Burkhard Mu­drack, 1. Vorsitzender des Vereins aus Weseke.

Bemerkenswerte Spende

Der kleine Junge ist inzwischen mit Christiane Sieverding ins Spielzimmer gegangen. Begeistert schaut er sich in dem Raum um, in dem sich ein großer Tisch mit vielen Stühlen für Spiele und Bastelaktionen befindet, dazu Leseecke, Bauteppich, Kaufladen, Bücherregal und viele Spielsachen. Sofort lässt er sich auf dem Bauteppich nieder und beginnt zu spielen.

Christiane Sieverding arbeitet seit acht Jahren auf der Kinderstation. Sie spricht sich mit den Pflegekräften zu den Patienten ab, mit den Eltern und Ärzten. Doch mit den Kindern zusammen ist sie nach eigenen Angaben einfach dafür da, „sie zu beschäftigen und Spaß zu vermitteln“. Ohne Aufhebens berücksichtigt sie dabei den Entwicklungsstand und die Einschränkungen der kleinen Patientinnen und Patienten, gibt ihnen Aufmerksamkeit und Sicherheit.

Seit acht Jahren auf der Kinderstation

Viele Kinder sprechen schnell von ihrer Erkrankung, ihrer Situation und ihren Gedanken, was auch für die behandelnden Ärzte oft hilfreich ist. Christiane Sieverding bringt die Kinder zusammen, die sich dann gern das Zimmer teilen – so haben sich schon richtige Freundschaften gebildet. Manche Patienten kommen nur einmal, manche, wie Diabetes-Erkrankte, begleitet sie über viele Jahre. Gerade die Jugendlichen rufen dann oftmals schon vor dem Aufenthalt an und fragen, ob sie auch wieder da ist.

„Frau Sieverding geht sehr einfühlsam mit Kindern jeden Alters um. Wenn es sein muss, nimmt sie das Essenstablett und geht ins Zimmer des Betreffenden“, so Chefarzt Dr. Hubert Gerleve. „Sie ist die gute Seele der Station!“

„Sie heitert uns auf“

Das sehen auch die Kinder so. „Sie lenkt uns so gut ab und heitert auf“, erklärt Annalena, und Hannah ergänzt: „Man kriegt hier den Kopf frei.“ Gerade kommt Enna mit ihrer Mutter zur Tür herein, sie darf nun nach Hause. In der Hand trägt sie ein selbst gemaltes Bild, das sie stolz der Erzieherin überreicht. Auf dem Bild sind große Herzen gemalt und der Spruch „Danke für alles“. Sie darf ihr Bild zu den vielen anderen Bildern hängen, die die Patienten zum Abschied für Christiane Sieverding gemalt haben.

Nun leert sich der Raum, und alle Kinder begeben sich auf ihre Zimmer. Christiane Sieverding räumt das Spielzimmer auf, nachdem sie alles desinfiziert hat. „Ich bin so gerne hier“, strahlt sie, „für mich ist das Betreuen der Kinder eine Herzensangelegenheit!“

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