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Wintereinbruch in Nottuln

Die meisten Bürger bleiben zu Hause

Nottuln

Der starke Schneefall hält die Gemeinde Nottuln weiter fest im Griff. Gleichwohl verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr aktuell eine ruhige Einsatzlage.

Ludger Warnke

Ein Blick auf die Appelhülsener Straße am Sonntagvormittag. Die meisten Nottulner waren vernünftig und ließen ihre Fahrzeuge stehen und blieben zu Hause. Foto: Ludger Warnke

Der schwere Wintereinbruch hat auch die Gemeinde Nottuln mit Massen von Schnee eingehüllt. Bedingt durch die starken Windböen kam es vielerorts in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten zu erheblichen Schneeverwehungen mit Höhen bis zu einem Meter.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde wurde um kurz nach 6 Uhr am Sonntagmorgen in Bereitschaft versetzt. „Durch Kreisbrandmeister Christoph Nolte wurde der Ausnahmezustand für den Kreis Coesfeld ausgerufen“, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Nottuln. Kreisweit waren die Feuerwehrgerätehäuser zu besetzen.

Dabei hatten auch die Feuerwehrleute mit dem Schnee zu kämpfen. „Etwa 80 Prozent der Kameraden kamen zu Fuß zu den Gerätehäusern, da sie mit ihren Privatautos nicht durch den Schnee kamen. Die Kameraden aus den Bauerschaften kamen mit ihren Treckern“, schilderte Plogmaker.

Die Feuerwehrleute hatten bereits am Freitag und am Samstag Maßnahmen für den schneereichen Sonntag getroffen. Unter anderem wurde ausreichend Benzin und Diesel für Fahrzeuge und Motorgerätschaften gebunkert, auf den Einsatzfahrzeugen wurden Schneeketten montiert.

Am Sonntagvormittag hielten sich die Wehrleute bereit, um Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen. Die Einsatzlage blieb aber verhältnismäßig ruhig. „Wir hatten nur vereinzelt kleinere Hilfeleistungen“, berichtete Plogmaker.

Für die Gesamtfeuerwehr wurde daher die Bereitschaftsanwesenheit im Gerätehaus im Laufe des Vormittags wieder aufgehoben. Aktuell sind aber alle vier Gerätehäuser in der Gemeinde mit einer neunköpfigen Bereitschaftsgruppe und einem Zwei-Mann-Team für die Koordinierung von Maßnahmen besetzt.

„Das große Chaos mit umgestürzten Bäumen wie vor einigen Jahren ist zum Glück ausgeblieben“, freute sich Tobias Plogmaker.

Zur verhältnismäßig ruhigen Einsatzlage trug aber auch das Verhalten eines Großteils der Bürger bei. Sie ließen das Auto stehen und blieben zu Hause. Dazu riefen Polizei und Feuerwehr insgesamt auf. Denn vor allem wegen der starken Schneeverwehungen sind einige Straßen in den Baumbergen derzeit nicht durchgängig passierbar. Das betrifft sowohl kleinere Wirtschaftswege und Kreisstraßen als auch Landes- und Bundesstraßen. Im Bahnverkehr ist mit Ausfällen zu rechnen. Der Busverkehr wurde aufgrund der Witterungsbedingungen vorübergehend eingestellt.

Schwere Verkehrsunfälle sind derzeit nicht bekannt. In Darup ist in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer gegen einen umgekippten Baum gefahren. Er wurde aber nicht verletzt.

Im Dauereinsatz befindet sich der Winterdienst des Gemeindebauhofes. Allerdings kommen die Bauhofmitarbeiter mit der Schneeräumung kaum hinterher. Sobald Straßen und Wege geräumt sind, sorgen anhaltender Schneefall und der starke Wind dafür, dass sie wieder zugeweht werden.

Polizei und Feuerwehr bitten weiter darum, möglichst Zuhause zu bleiben und das Auto stehen zu lassen. Berufspendler müssen sich am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit auf Behinderungen einstellen.

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