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Pater Roy berichtet aus Haiti

Die Not der Ärmsten wächst

Nottuln

Die Not der Menschen in Haiti wird angesichts der vielen Naturkatastrophen immer größer. Pater Roy, der auch in Nottuln gut bekannt, berichtet – und bittet um Hilfe.

-fv-

Pater Roy mit dem Nottulner Erich Rump, der ihn im Bildungszentrum in Jacmel besucht hat. Dieses ist mit erhebliche Unterstützung aus Nottuln aufgebaut worden. Foto: Pierre Roy

Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen – der Inselstaat Haiti ist (wieder einmal) schwer getroffen und muss zahllose Menschenleben beklagen. „Natur und Politik fordern Opfer besonders unter den Ärmsten“, wie Pater Roy berichtet, den viele Nottulner noch gut kennen dürften. Vor 15 Jahren kam der gebürtige Haitianer von Rio de Janeiro, wo er studiert hatte, nach Deutschland. In Nottuln lebte er mehrere Wochen und erlernte die deutsche Sprache. Zuletzt war er im August 2018 in Nottuln. Erich Rump, 2. Vorsitzender des Aktionskreises Pater Beda, hält weiter Kontakt zu Pater Roy. Der Geistliche berichtet nun aus dem Bildungszen­trum mit angeschlossenem Internat in Jacmel, einem Projekt, das mit großer Unterstützung aus Nottuln aufgebaut worden ist (wir berichteten).

„Die raue See macht uns Angst“

„Jacmel liegt nur rund 150 km vom Epizentrum des Bebens entfernt, das nahe der Gemeinde Saint-Luis-du-Sud lag“, erklärt Erich Rump. „Zum Glück haben wir die Häuser in unserem Projekt erdbebensicher gebaut.“ Doch das allein rettet die Menschen nicht, wie Pater Roy in einem Schreiben an den Nottulner berichtet.

„Wir von der Stiftung Jean Paul II. in Cayes-Jacmel sind sehr betroffen. Die raue See macht uns Angst vor einem Tsunami, auch wenn die Gefahr bereits gebannt ist, aber die Fischerfamilien werden kein Geld für den Schulbeginn am 6. September haben. Die Flüsse treten nach einem Tag und einer Nacht mit ununterbrochenen heftigen Regenfällen und Überschwemmungen über die Ufer und zerstören alles, was ihnen in die Quere kommt; viele Schüler haben alles verloren.“

Bananenplantage teilweise zerstört

Die Bäume, so schreibt Pater Roy weiter, fielen bei den ausgesprochen heftigen Stürmen um. „Und wir haben einen großen Teil unserer Bananenplantage verloren, die Anfang September unsere Schulkantine für bereits 500 Schüler versorgen sollte.“ Auch die Straßenverbindungen seien unterbrochen und die Brücken zusammengebrochen. „Die Versorgung ist schwierig, die Preise werden steigen und Schüler und Lehrer werden Transportprobleme haben“, befürchtet der Geistliche.

Hoffnung auf Hilfe

Doch Pater Roy verliert nicht die Hoffnung: „Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Wir planen weiter, um den Ärmsten, die sich in Schwierigkeiten befinden, weiterhin zu helfen.“

Wer Pater Roy in seiner Arbeit unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto des Aktionskreises Pater Beda tun. IBAN: DE51 4006 0265 0022 4442 00 bei der DKM - Darlehenskasse Münster, als Verwendungszweck „Pater Roy“ angeben.

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