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Feuerwehrverband kommt zur Versammlung zusammen

Disziplin und Einsatzbereitschaft

Nottuln

Die Feuerwehren der Gemeinde Nottuln haben im vergangenen Jahr ein großes Pensum abgelegt. Und sie haben sich in der Corona-Zeit als diszipliniert und einsatzbereit erwiesen.

Von Iris Bergmann

Auf der Ortsverbandsversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Nottuln wurden in diesem Jahr zahlreiche Kameraden für ihre langjährige Zugehörigkeit zu den Wehren geehrt Foto: Iris Bergmann

„Umgerechnet sind wir 2020 in Nottuln an jedem zweiten Tag raus“, bilanzierte Gemeindebrandinspektor Udo Henke auf der Verbandsversammlung der Nottulner Feuerwehren. Normalerweise treffen sich die Kameraden aus Appelhülsen, Darup, Nottuln und Schapdetten im Januar zu dieser Veranstaltung. Das war in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Am Montagabend konnte nun endlich die Zusammenkunft stattfinden. Dabei waren auch Kreisbrandmeister Christoph Nolte sowie der stellvertretende Bürgermeister Paul Leufke und Stefan Kohaus, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Nottuln.

„Ich bin froh, dass wir wieder eine Versammlung machen können“, begrüßte Verbandsvorsitzender Thorsten Glinecki die 101 Feuerwehrkameraden in der Mensa des Rupert-Neudeck-Gymnasiums, bevor Kreisbrandmeister Nolte den Dank des Landrats für den Einsatz und die Disziplin während der schwierigen Zeit der Pandemie überbrachte.

Dank des Landrates

„Wie sind wir aufgestellt im Kreis Coesfeld?“, fragte Glinecki angesichts der großen Flutkatastrophe, bei der auch Nottulner Feuerwehrleute im Einsatz waren. Hier im Kreis sei die Katastrophenschutzstruktur in den vergangenen Jahren besser geworden. „Natürlich war das alles nicht umsonst“, fügte Glinecki hinzu. Es koste Geld und Personal, aber an dieser Stelle sollte nicht gespart werden. Denn: „Wir wissen, dass eine Katastrophe kommt, nur nicht wann und wo.“

Paul Leufke als stellvertretender Bürgermeister wusste: „Ihr Dienst an der Gesellschaft ist alles andere als selbstverständlich.“ Und er versicherte, dass die Feuerwehr weiterhin auf Unterstützung bauen könne, denn die Gemeinde habe Gelder in den Haushalt eingestellt unter anderem für die Gerätehäuser in Appelhülsen und Nottuln und die Anschaffung von Ausrüstung.

Gemeinde verspricht weitere Unterstützung

Dass die Feuerwehrleute über eine große Fachkenntnis und eine hohe Einsatzbereitschaft verfügen, zeigte die Statistik, die Udo Henke zusammengestellt hatte. 161 aktive Feuerwehrleute sind es, die für Einsätze bereitstehen. 2020 rückten sie insgesamt 259 Mal aus. Dabei wurden die einzelnen Löschzüge unterschiedlich stark in Anspruch genommen. In Nottuln waren es 157 Einsätze, in Appelhülsen 126, in Darup 53 und in Schapdetten 27.

In diesem Jahr verzeichnet die Feuerwehr bislang 189 Einsätze.

„Meist sind es Einsätze, in denen technische Hilfe benötigt wird“, erläuterte Henke. „Wir werden oft geholt, weil sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht zu helfen wissen.“ Hoffnung setzten Udo Henke und Thorsten Glinecki darauf, im kommenden Jahr wieder eine Gemeindehauptübung durchführen zu können. „Damit wir der Politik zeigen können, wie unser Ausbildungsstand ist und wie die angeschafften Geräte zum Einsatz kommen.“ Und vor allem, dass das investierte Geld sinnvoll eingesetzt sei. „Die Wertschätzung unseres Handelns darf nicht verloren gehen.“

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