1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Drei Schwerverletzte nach Frontalkollision

  8. >

Unfall auf B 525

Drei Schwerverletzte nach Frontalkollision

Nottuln

Bei einem schweren Unfall auf der B 525 bei Nottuln sind drei Menschen schwer verletzt worden. Für die Unfallaufnahme war die Bundesstraße stundenlang gesperrt.

Ludger Warnke

Nach einem schweren Unfall in Nottuln kamen drei Personen ins Krankenhaus. Foto: Feuerwehr Nottuln

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Kleinwagen sind am Mittwochmorgen (27. November) auf der B 525 bei Nottuln drei Menschen schwer verletzt worden. Bei den Schwerverletzen handelt es sich um eine 23-jährige Frau aus Nottuln sowie um eine 29-jährige Frau und ihren 34-jährigen Beifahrer, beide aus Bulgarien stammend.

Der Unfall ereignete sich gegen 6.45 Uhr auf der B 525 zwischen Nottuln und der Autobahn 43 im Bereich der Einmündung zur Kreisstraße 11/Buxtrup. Nach Polizeiangaben war ein im Hamburg zugelassener Opel Corsa, in dem sich die Frau und der Mann aus Bulgarien befanden, auf dem Weg von der Autobahn in Richtung Nottuln. Hinter dem Abzweig zum Gewerbegebiet Beisenbusch, aber noch vor dem Klinkerwerk, geriet der Corsa aus bislang ungeklärten Umständen in den Gegenverkehr. Dort fuhr er zwischen einem Lkw und einem Kleinbus durch und erfasste dann am Abzweig der K 11/Buxtrup frontal einen VW Lupo, mit dem die 23-jährige Nottulnerin fuhr, berichtete die Polizei.

Die Personen im Lkw und im Kleinbus blieben unverletzt, während die Insassen in den beiden Kleinwagen schwere Verletzungen erlitten. Die Bulgarin am Steuer des Opels war mit Verdacht lebensgefährlicher Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. „Bei der Aufnahmeuntersuchung im Krankenhaus bestätigte sich die zunächst an der Unfallstelle angenommene Lebensgefahr bei der Unfallfahrerin aber nicht“, teilte die Polizei Coesfeld am Nachmittag mit.

Mit Hilfe der Drehleiter leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle aus. Foto: Feuerwehr Nottuln

Wegen der Schwere des Unfalls und der Information, dass eine Unfallbeteiligte eingeklemmt ist, wurde für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nottuln Vollalarm ausgelöst. Insgesamt 62 Feuerwehrleute aus allen vier Ortsteilen der Gemeinde rückten mit zehn Fahrzeugen aus, berichtete Tobias Plogmaker, Pressesprecher der Feuerwehr Nottuln. Unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Gil Beckord, stellvertretender Nottulner Löschzugführer, konzen­trierte sich die Feuerwehr zuerst auf die Rettung der drei Schwerverletzen in den beiden Kleinwagen. Um die im Corsa eingeklemmte Fahrerin befreien zu können, setzten die Wehrleute hydraulische Rettungsgeräte ein.

Die insgesamt acht am Unfallgeschehen beteiligten Personen sowie einige weitere Personen, die am Unfallort vorbeigekommen waren und sich als Ersthelfer eingebracht hatten, wurden von Feuerwehr und Rettungsdienst betreut. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Einsatzgruppen sei sehr gut verlaufen, berichtete Feuerwehrsprecher Tobias Plogmaker.

Zum Unglücksort waren neben der Feuerwehr neun Rettungswagen und sechs Notarzt-Einsatzfahrzeuge aus dem Kreis Coesfeld und aus Münster ausgerückt. Außerdem war zur Unterstützung ein Feuerwehrtrupp der Stadt Münster alarmiert worden.

Die Unfallstelle wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Mit Hilfe der Drehleiter leuchte die Feuerwehr Nottuln die Einsatzstelle aus.

Für die Rettung der Verletzen und die Bergung der Fahrzeuge sowie für die Ursachenermittlung war die Bundesstraße insgesamt rund dreieinhalb Stunden voll gesperrt, weshalb es zu großen Verkehrsbehinderungen kam. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster wurde die Unfallstelle für die Ursachenermittlung durch einen Gutachter kurzzeitig beschlagnahmt. Die Polizei Coesfeld rief ein Spezialteam der Polizei Münster für die Unfallaufnahme hinzu. Die Ermittlungen dauern an.

Startseite