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Integrative Arbeit am Rupert-Neudeck-Gymnasium

Ehrenamtlicher Einsatz statt fester Stelleninhaber

Nottuln

37 Kinder aus der Ukraine sowie aus Syrien und Afghanistan besuchen derzeit das Nottulner Gymnasium. Es gibt also viel zu tun. Doch bislang bewilligte Lehrerstunden stehen nicht mehr zur Verfügung. Schulleiterin Jutta Glanemann: „Auch wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“

Ein Flüchtlingsmädchen meldet sich während des Unterrichts (Symbolbild). Foto: Peter Steffen/dpa

„Aus Sicht der Schule geht es uns wie Ihnen: Auch wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, schloss sich Jutta Glanemann den Ausführungen der Gemeinde zur Flüchtlingssituation an (Bericht oben). Die Schulleiterin des Rupert-Neudeck-Gymnasiums gab im Ausschuss für Bildung und Soziales einen Einblick in die Lage an der weiterführenden Schule. 37 Flüchtlingskinder gebe es in diesem Schuljahr, drei weitere seien angekündigt. „Wir haben eine Situation wie 2015/16“, erinnerte Glanemann.

Lehrerstunden fehlen

Die 37 Kinder teilen sich auf in 23 ukrainische und 14 Kinder syrischer oder afghanischer Herkunft. Bisher habe man von der Bezirksregierung jeweils eine ukrainische und eine Arabisch sprechende Lehrerin für zehn beziehungsweise acht Stunden bekommen sowie eine sehr engagierte Bundesfreiwilligendienstlerin gehabt, die aufgrund ihrer Herkunft Ukrainisch sprechen und somit viel Unterstützung geben konnte. Aber: Diese Stelle konnte nach dem Ablauf der Zeit bis jetzt nicht neu besetzt werden. Und auch die Stunden mit den zusätzlichen Lehrerinnen seien ausgelaufen. Zudem fehle die Schulsozialarbeit. „Wir kämpfen um eine Viertelstelle.“

Man bewältige die zwei Gruppen mit den Flüchtlingskindern nur mit erheblicher Mehrarbeit der Lehrkräfte und mit großem ehrenamtlichem Engagement. So werden zum Beispiel Elternabende für ukrainische Mütter angeboten, auch habe man schon Raum für Kleiderspenden und Sonstiges geschaffen.

„Mein Wunsch ist es“, warb Jutta Glanemann zum Abschluss, „dass der Ausschuss zur Kenntnis nimmt, welche Arbeit die Schulen mit den Flüchtlingskindern leisten und dass das nicht vergessen wird.“

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