Eyecatcher aus Eisen

Ein ehemaliger „Eyecatcher“

Nottuln

Das große, schmiedeeiserne Tor vor der von Sendensche Kurie hat es Dieter Pferdekamp angetan. Unzählige Male hat der Nottulner es schon fotografiert. Allerdings: Manches Motiv aus früheren Zeiten ist heute nicht mehr möglich.

wn

Das Tor vor dem Rathaus wirft im Sonnenlicht schöne Schatten. So fast geschlossen wie auf dieser alten Aufnahme von 1984 kann man das Tor nicht mehr sehen – es steht nur noch offen. Foto: Dieter Pferdekamp

Das Tor vor dem Rathaus hat es Dieter Pferdekamp angetan. „Immer wieder habe ich dieses Motiv vor der von-Sendenschen Kurie gerne aufgenommen“, erzählt der Nottulner zu seiner Fotografie aus dem Jahre 1984. „Das Tor ist eine solide und künstlerisch anspruchsvolle Schmiedearbeit, die sich sehen lassen kann.“ Für Fotos ist es besonders schön bei Gegenlicht, wenn das Tor als Schattenbild auf den gepflasterten Untergrund projiziert wird, weiß Pferdekamp. „Für eine Schwarz-Weiß-Aufnahme ist das geradezu prädestiniert.“

Leider, so der Nottulner, könne man das Tor heute weder schließen noch öffnen, um eine ähnliche Aufnahme, wie sie ihm 1984 gelungen ist, noch einmal machen zu können. Wind und Wetter haben das Pflaster so verändert, dass beide Torflügel nicht mehr beweglich sind. „Schade“, findet der Nottulner. „So jedenfalls, wie sich heute dieses Kleinod der Schmiedekunst im Ortskern präsentiert, fällt es kaum auf, weil der Blick direkt auf das Kuriengebäude fällt und das Tor dabei übersehen wird. Vielleicht kann man ja diesen gegenwärtigen Zustand irgendwie ändern, sodass die ursprüngliche Funktion des Tores und die Bedürfnisse derer, die das Tor passieren wollen, in Einklang gebracht werden können. Der Ortskern würde dadurch nur gewinnen und hätte einen zusätzlichen wundervollen Eyecatcher.“

Startseite