1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. „Ein Funken Hoffnung“

  8. >

Landwirte

„Ein Funken Hoffnung“

Nottuln

Weihnachtlich geschmückte Traktoren gibt es nicht alle Tage zu sehen. Landwirte aus Nottuln und Umgebung sind damit am Samstag (12. Dezember) in Nottuln, Rorup und Karthaus unterwegs.

Ludger Warnke

Viele Nottulner genießen den adventlichen Lichterglanz und erfreuen sich daran. Mit ihrem weihnachtlichem Treckerkorso wollen auch die heimischen Landwirte den Bürgern eine Freude bereiten. Foto: Ludger Warnke

Landwirte aus Nottuln und Umgebung werden am Samstag (12. Dezember) mit einem Treckerkorso auf Straßen in und um Nottuln unterwegs sein. Das Besondere: Alle Trecker sind mit Lichterketten weihnachtlich geschmückt. „Wir wollen damit den Menschen eine Freude machen“, sagt Stephan Büssing (Nottuln) vom Organisationsteam im WN-Gespräch.

Die hiesigen Landwirte schließen sich damit der Aktion „Ein Funken Hoffnung“ an, die die Bewegung „Land schafft Verbindung NRW e.V.“ (LsV) ins Leben gerufen hat. Stephan Büssing erinnert daran, dass in diesem Corona-Jahr zum Beispiel Martinimarkt, Martinsumzüge und gesellige Weihnachtsmärkte ausgefallen sind. Mit ihrem beleuchteten Treckerkorso möchten die Landwirte bei Jung und Alt für Weihnachtsstimmung sorgen und die Menschen erfreuen. „Wir werden deshalb vor allem auch die Straßen nutzen, an denen sich Seniorenheime und Krankenhäuser befinden“, verdeutlicht Büssing.

Albert Schmitz, 2. Vorsitzender von LsV NRW, weist auf einen zweiten Aspekt hin. Die Landwirte möchten sich mit dieser Aktion in Erinnerung bringen. Gerade die Erzeuger von Lebensmitteln hätten durch die Corona-Krise immense Umsatzeinbußen zu verkraften. Hinzu komme, dass durch immer weiter steigende Auflagen die Produktionskosten stiegen, der Erlös jedoch seit 30 Jahren nahezu stagniere.

„Viele Produkte kommen bereits jetzt schon aus dem Ausland. Diese werden dort unter wesentlich niedrigeren Standards, sowohl Tierschutz- als auch Sozialstandards, produziert. Da können wir einfach nicht mithalten“, sagt Albert Schmitz. Sein Appell an die Verbraucher: „Kaufen Sie regional, das ist Ihr Beitrag für den Klimaschutz, für die deutsche Landwirtschaft.“

Der weihnachtliche Treckerkorso ist mit den Behörden abgesprochen. Damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt, ist die Route geheim. Stephan Büssing rechnet mit 30 bis 40 Landwirten, die sich beteiligen werden. Am Anfang und am Ende des Treckerkorsos, der mit etwa 10 km/h unterwegs sein wird, begleitet die Polizei die Landwirte.

Die Landwirte werden Rorup, Karthaus und Nottuln aufsuchen. Die Ankunft in Nottuln wird am Samstag gegen 18 Uhr sein.

Startseite