1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Ein großer Spaß für alle

  8. >

Kinderfest von Nottuln & Friends

Ein großer Spaß für alle

Nottuln

Großes Gewusel auf der Gemeindewiese: Der Verein Nottuln & Friends hatte ein Kinderfest organisiert. Und ungezählte kleine und große Gäste kamen.

-ib-

Beim Kinderfest von Nottuln & Friends auf der Gemeindewiese konnten die kleinen Besucher auch bunte Flaggen kreieren. Foto: Iris Bergmann

„Das wird garantiert nicht das letzte Fest sein“, lachte Jürgen Küdde und legte die gefühlt eintausendste Bratwurst auf den Pappteller. Küdde, Gründungs- und Vorstandsmitglied des neuen Vereins Nottuln & Friends, strahlte über das ganze Gesicht. Grund genug hatte er, denn das große Kinderfest auf der Gemeindewiese neben der Jugendherberge brummte. Bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel tummelten sich hier Klein und Groß und genossen sichtbar jede Minute.

Gute sechs Wochen hatte das Team von Nottuln & Friends dieses Ereignis geplant und dabei viel Unterstützung von den ukrainischen Gästen selbst sowie auch von anderen Gruppen und Vereinen erhalten, zum Beispiel von den Pfadfindern, dem Panama-Aktions-Team aus Appelhülsen oder dem Sportverein Arminia. Clown Balloni zauberte aus zarten Luftballonschlangen kleine Hunde, Katzen oder gar Einhörner, und so manche kleine Dame schmückte sich damit.

Sechs Wochen Vorbereitungszeit

Auf den Hüpfburgen tobten sich die Kleinen so richtig aus, und mancher Knirps kam dabei mächtig ins Schwitzen. Ebenso wie beim „heißen Draht“, bei dem mit viel Gefühl hantiert werden musste, damit das rote Warnlicht auf dem Helm nicht blinkte. Im Schatten unter einem Zelt stand Helferin Simone Kurz. Sie hatte die Schale mit den Tombolalosen im Arm. „Nieten sind keine dabei“, versprach sie. Insgesamt hatte Nottuln & Friends 450 Preise und 100 Trostpreise zu vergeben. „Alles Spenden von hiesigen Firmen“, war die „Losfee“ stolz. Der Erlös kam in den Spendentopf, aus dem der Verein für die ukrainischen Geflüchteten schöne Erlebnisse ermöglichen möchte.

Die Nottulner Künstlerin Anke Zandman war ganz in ihrem Element. Sie leitete die Jungen und Mädchen an, Flaggen zu bemalen. „Sie sollen auf dem Flaggenstoff Motive kreieren, mit denen sie ihr Verständnis von Frieden ausdrücken“, erklärte Zandman. So ließen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf und brachten die Farbe mit dem Pinsel oder gar den Finger auf den glänzenden Stoff. „Ich habe natürlich auch einen jungen ukrainischen Helfer hier“, freute sie sich über die Übersetzungshilfe.

Die Nottulnerin Marianne Barkam bummelte mit ihrer Enkelin Nike über das Fest und musste an etlichen Spielstationen Halt machen, weil die Kleine gern viel ausprobieren wollte. Kiki vom Orga-Team lief mit zwei Bratwürstchen über die Wiese und lachte: „Ich muss erst mal meine Leute versorgen.“ Später machte sie eine Verschnaufpause im Schatten und ließ ihren Blick über die Wiese mit den vielen fröhlichen Menschen schweifen. „Man muss gar nicht so viel Supersachen auffahren. Auch die Kleinigkeiten bringen großen Spaß.“

Startseite
ANZEIGE