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Gemeinsame „Kerzen-Aktion“

Ein Zeichen, das Mut machen soll

Nottuln

Die Idee stieß sofort auf breite Zustimmung. Über die nationalen Ländergenzen hinweg wollen die drei Partnerstädte Nottuln, Saint Amand-Montrond und Chodiez ein Zeichen der Solidarität und des Dankes setzen.

wn

Auch wenn die Partnerstädte einige Hundert Kilometer entfernt sind, am Samstagabend rücken Nottuln, Saint Amand-Montrond und Chodziez eng zusammen Foto: Ludger Warnke

Es ist ein Zeichen, das in Zeiten der Coronakrise Mut machen und Kraft spenden soll. Am Samstagabend (4. April) können die Nottulner eine Kerze ins Fenster stellen, um mit diesem Licht zu zeigen, dass niemand alleine ist und dass sie zumindest in Gedanken beieinander und zusammen sein können.

„Diese Kerzen-Aktion ist ein Symbol für das, was wir alle im Moment nicht haben können: Die Nähe zu unseren Liebsten, zu unserer Familie und zu unseren Freunden“, sagt Bürgermeisterin Manuela Mahnke, die die Nottulnerinnen und Nottulner auf Anregung von UBG-Ratsmitglied Jan Van de Vyle zu dieser konzertierten Aktion aufruft.

Die Initiative beginnt um 21 Uhr – übrigens zeitgleich mit Nottulns Partnerstädten Chodziez und St. Amand-Montrond. Günter Dieker, Städtepartnerschaftskomitee-Vorsitzender für Frankreich, und Robert Hülsbusch, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees Polen, freuen sich sehr darüber, dass sie die Freunde in Polen und Frankreich ebenfalls für diese schöne Sache gewinnen konnten.

„Auch und gerade in diesen Zeiten stehen wir eng mit unseren Freunden aus Chodziez in Kontakt. Können wir uns auch nicht persönlich treffen, so schreiben wir viel hin und her – mit der Vorsitzenden des Komitees, Beata Roguschka, die die Idee aus Nottuln sehr begrüßt, und mit Jacek Gursz, dem Bürgermeister, der von der Initiative seiner Amtskollegin aus Nottuln begeistert ist und sich sofort dafür engagierte, dass die Solidaritätsaktion auch in Chodziez am Samstagabend stattfindet“, berichtet Robert Hülsbusch und betont: „So geht Partnerschaft in Zeiten von Corona. Dabei wird noch einmal deutlich, was für ein großer Schatz diese nun fast 30-jährige partnerschaftliche Verbindung zwischen Nottuln und Chodziez ist.“

Günter Dieker, Komitee-Vorsitzender Frankreich, berichtet von der spontanen positiven Resonanz auf den Vorschlag auf französischer Seite: „Wir werden alle um 21 Uhr mit Kerzen, Klatschen und Symbolen unserer Partnerschaft die langen Strecken überwinden und symbolisch beieinander sein. In Saint Amand-Montrond ist gerade erst die Ausgangssperre um 15 Tage verlängert worden. Der direkte Austausch zwischen den Menschen ist zum Erliegen gekommen. Selbst längere Spaziergänge in der Natur sind untersagt. Unsere französischen Freunde beneiden uns darum, dass wir hier noch sportlichen Aktivitäten – alleine und mit nötigem Abstand zu Anderen – im Freien nachgehen können“.

Am Samstagabend (4. April) soll es bei der „Stell eine Kerze ins Fenster“-Aktion allein nicht bleiben: „Wenn möglich, sollen sich die Nottulner vor die Haustür stellen und applaudieren“, wünscht sich Mahnke. Der Beifall soll denen gelten, die sich in der Corona-Krise besonders um das Wohl der Bürger kümmern. Und damit meint die Rathaus-Chefin nicht nur die Verkäuferinnen im Supermarkt, das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen: „Dieser Dank soll sich genauso an die Sicherheitskräfte wie Polizei und Feuerwehr richten, aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung: Sie alle machen in dieser Zeit einen tollen Job.“

Wer möchte, kann der WN-Lokalredaktion von der Aktion ein Foto und/oder einen kurzen Text mit seinen Gedanken für eine Veröffentlichung schicken. Am einfachsten geht dies per E-Mail: redaktion.not@wn.de

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