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Zweite Trecker-Lichterfahrt durch Nottuln und Umgebung

Einen Funken Hoffnung bringen

Nottuln

Wenn die Nottulner Landwirte mit ihren weihnachtlichen geschmückten Treckern zur Lichterfahrt aufbrechen, ist das ein toller Anblick. Doch die Aktion hat einen ernsten Hintergrund.

Von Ludger Warnke

Bei der Premiere vor einem Jahr erntete die Lichterfahrt der Nottulner Landwirte große Zustimmung. Foto: Ludger Warnke

Anerkennung und Beifall – beides haben die Landwirte und Landwirtinnen aus Nottuln und Umgebung im vergangenen Advent reichlich bekommen, als sie mit ihren weihnachtlich geschmückten Treckern durch Nottuln, Rorup und Karthaus fuhren. „Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Trecker-Lichterfahrt geben“, sagt Stephan Büssing, der zusammen mit Susanne Strätker die Organisation der Fahrt übernommen hat. Unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung – ohne Bauern geht es nicht“ wird der Korso am kommenden Samstag (18. Dezember) ab circa 18 Uhr durch Nottuln fahren.

Klar, dass die Landwirte den Mitbürgern eine Freude bereiten möchten. „Die Aktion hat aber auch einen ernsten Hintergrund“, betont Büssing. Der Nottulner Landwirt engagiert sich im Verein „Land sichert Versorgung NRW“, der auf die schwierige Lage vieler Landwirte hinweist und sich für Verbesserungen einsetzt. Trotz zweijährigen Kampfes, trotz vieler Demonstrationen, Gespräche und Aktionen habe sich die Lage für die Landwirtschaft weiter verschlechtert. Und ein Ende sei nicht abzusehen.

Auf die Landwirte ist Verlass

Dabei, so sieht es Büssing, müsste eigentlich allen Bürgern klar sein, wir wichtig eine funktionierende, auskömmlich wirtschaftende heimische Landwirtschaft ist. Seit der Corona-Krise, als es Lieferengpässe in allen Bereichen gegeben habe, seien die Landwirte weiter ihrer täglichen Arbeit nachgegangen und hätten die Lebensmittelversorgung sichergestellt. Auch die Flutkatastrophe im Sommer habe gezeigt: Auf die Landwirte ist Verlass. Sie beteiligten sich mit ihren Maschinen an den Aufräumarbeiten. Stephan Büssing erinnert an die starken Schneefälle zum Ende des vergangenen Winters, als gerade auch die Nottulner Landwirte mit ihren Schleppern in den Wohnsiedlungen und im Ortskern Schnee geräumt haben. Leider werde dies schnell vergessen.

Hoffnung bringen

Mit ihrer Lichteraktion möchten die Landwirte ihren Mitbürgern „einen Funken Hoffnung“ geben. Büssing: „Aber diese Hoffnung brauchen wir Landwirte im selben Maße.“

Die einzelnen Stationen der Route

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