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Ehrenamtspreis für Rollende Waldschule und Pfadfinder

Engagement im Zeichen der Natur

Nottuln

Der Einsatz für die Natur, das Klima und für Tiere sollte in diesem Jahr mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Nottuln ausgezeichnet werden. Und zwei würdige Preisträger wurden gefunden.

Von Marita Strothe

Ehrenamtskoordinatorin Vanessa Kalkhoff (l.), Sparkassen-Regionalleiterin Bettina Kerkhoff und Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes (v.r.) freuten sich mit den Preisträgern (v.l.) Markus Schürkötter, Tobias Petrasch und Emmylie Ritzka von den Pfadfindern sowie Maria Weckendorf von der Rollenden Waldschule (mit Enkel Karl-Ferdinand). Foto: Marita Strothe

„Sie sollen im Vordergrund stehen“, hieß Vanessa Kalkhoff, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Nottuln, am Mittwoch Maria Weckendorf und drei Abgesandte der Nottulner Pfadfinder willkommen. Schließlich seien sie ins Kaminzimmer der Alten Amtmannei geladen worden, „weil sie alle etwas für die gute Sache tun.“ Auch in diesem Jahr hatte die Sparkasse Westmünsterland in Zusammenarbeit mit der Gemeinde den Ehrenamtspreis ausgelobt. Der Fokus lag dabei auf dem Engagement für den Schutz von Umwelt, Klima und Tieren. Unter allen Vorschlägen waren die „Rollende Waldschule“ und die Pfadfinder ausgewählt worden.

„Die freiwillige Leistung lässt sich nicht kaufen, aber fördern“, unterstrich Bettina Kerkhoff, Regionalleiterin der Sparkasse. Um die Menschen hinter dem Ehrenamt zu ehren und vorzustellen, habe die Sparkasse Westmünsterland das Preisgeld auch in diesem Jahr wieder auf 3000 Euro verdoppelt. „Ohne Menschen wie Sie, gäbe es in unserem Leben große Lücken.“

Sparkasse stellt 3000 Euro bereit

„Es ist schön, diesen Preis auch mit Geld auszuloben“, dankte Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes der Sparkasse für ihr finanzielles Engagement. „Wahrscheinlich wird es in die Arbeit der Geehrten fließen“, vermutete er. „Eine lebendige Gemeinde lebt vom Ehrenamt“, betonte der Bürgermeister.

Die Laudatio zur Preisverleihung an Maria Weckendorf übernahm Angelika Wiedau-Gottwald, Leiterin der Appelhülsener St. Marienschule. Maria Weckendorf sei mit ihren Besuchen fest in der Schule verwurzelt, seit rund 25 Jahre komme sie zu den Drittklässlern. „Und das ist immer wieder ein Erlebnis für die Kinder.“ Auch die Lehrerinnen und Lehrer erführen immer etwas Neues in der spannenden, informativen Stunde. „Wir freuen uns jetzt schon auf ihren Besuch mit dem Anhänger der Kreisjägerschaft Coesfeld im nächsten Schuljahr!“ Sichtlich gerührt nahm Maria Weckendorf den Preis, Glückwünsche und Blumen entgegen.

Rollende Waldschule fasziniert Groß und Klein

„Ja, die Rollende Waldschule liegt mir am Herzen“, bestätigte sie. Angefangen habe sie 1998 mit einem Einsatz in Lüdinghausen, blickte Weckendorf zurück. „Jeder Einsatz war für mich eine Bereicherung. Etwas Schöneres gibt es gar nicht. Ich mache weiter, solange es den Schülern und Lehrern gefällt.“

Seit zwölf Jahren ist Rolf Pfalzgraf nicht mehr bei den Pfadfindern aktiv. Aber gerne habe er deren Würdigung übernommen, betonte er. Das erste Pfadfinderlager wurde 1907 von Robert Baden-Powell auf der englischen Insel Brownsea Island durchgeführt, so Pfalzgraf. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probierte er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe aus. 1929 schlossen sich Stämme zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) zusammen, zu der auch der 1981 in Nottuln ins Leben gerufene Stamm St. Martinus, jetzt St. Martin, gehört. Initiator war der heutige Ehrenvorsitzende Wolfgang Stanko, der auch zur Feierstunde anlässlich der Überreichung des Ehrenamtspreises gekommen war.

Pfadfinder bewahren die Natur

Natur bewahren und Verantwortung für die Umwelt übernehmen sei häufiges Thema in den Gruppenstunden, etwa mit dem Bau von Nistkästen oder dem Mitmachen bei Müllsammelaktionen, erläuterte Pfalzgraf.

„Das Gemeinsame ist uns immer wichtig“, verdeutlichte Markus Schürkötter, Vorstand des Trägervereins, auch damit, dass er zusammen mit Emmylie Ritzka und Tobias Petrasch den Preis für die Nottulner Pfadfinder entgegennahm.

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