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Sozioplastik neu aufgestellt

Engagiert, bunt und richtig stabil

Nottuln

Sie wollen sich der Zerstörungswut nicht beugen: Die Künstlerinnen vom „Blauen Kreis“ haben die Sozioplastik neu eingerichtet – und stabiler machen lassen.

Von Iris Bergmann

Freuten sich über die runderneuerte Sozialskulptur am Corona-Denkmal in der Bodelschwinghstraße (v.l.): die Künstlerinnen Andrea Aupers und Veronika Dunkel-Steinhoff, die Sponsoren Michael, Andrea und Franz Humberg sowie Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes Foto: Iris Bergmann

Farbenfroh und bunt steht sie da: die runderneuerte Sozioplastik, die im vergangenen Jahr von der Nottulner Künstlerinnengruppe „Der blaue Kreis“ geformt und von vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit guten Wünschen auf aufgeklebten Pappkarten quasi vollendet worden war. Am Corona-Denkmal an der Bodelschwinghstraße hat die neue alte Skulptur jetzt wieder ihren Platz.

Die ursprüngliche war zu oft der Zerstörungswut zum Opfer gefallen. Die neue sollte standfester sein. „Wir wollen der Zerstörung keinen Raum mehr geben“, so die Künstlerin Andrea Aupers.

Die neue Figur habe man spontan entworfen, so Aupers. Dieser spontane Entwurf indes ist beim näheren Hinschauen gleich zwei in eins: Die linke Hälfte stellt einen Mann dar. „Das ist St. Martin mit der Bischofsmütze“, erläuterte Aupers. Die rechte Hälfte ist eine Frau mit dem Friedenszeichen in der Hand. „Das soll auf die starke Friedensinitiative und auf starke Frauen deuten.“

Stark war auch das Engagement der Nottulner Firma Humberg. Michael Humberg hatte etwa acht bis zehn Stunden Arbeit ehrenamtlich investiert, um die Skulptur aus Stahl „hinzubiegen“ und auszulasern. Das sei recht kompliziert und anspruchsvoll gewesen, erklärte er. „Aber es war sehr spannend“, fügte er lächelnd hinzu. Auch Seniorchef Franz Humberg und Ehefrau An­drea freuten sich über das Ergebnis.

Dass die Skulptur nun so farbenfroh und vor allem widerstandsfähig wieder auf ihrem Platz stehen kann, sei dem Sponsoring der Firma zu verdanken. „Viele Hände machen dann immer was Gutes“, fand Andrea Aupers – und alle Gäste, die sich am Dienstagabend um die neue Skulptur gescharrt hatten, stimmten ihr zu.

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