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Erfolgreich in schwierigen Zeiten

Raiffeisen Steverland erzielt Umsatzerlöse in Höhe von 72,7 Millionen Euro

Nottuln

Die Raiffeisen Steverland hat im vergangenen Jahr einen sechsstelligen Jahresüberschuss erzielt – und das trotz eines Geschäftsumfelds, welches schwieriger werde, hieß es von der Generalversammlung. Aktuell sei erkennbar, dass manche Geschäftsbereiche Probleme hätte, andere aber besser dastehen würden.

In ungewöhnlichem Ambiente fand die Generalversammlung unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Schulze Höping am Firmensitz in Nottuln statt. Foto: Raiffeisen Steverland

Die Raiffeisen Steverland kann trotz schwieriger Märkte und von einer sich im Strukturumbruch befindenden landwirtschaftlichen Branche auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken.

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 erwirtschaftete das heimische genossenschaftlich organisierte Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Nottuln und Standorten in Dülmen, Havixbeck, Merfeld und Senden Umsatzerlöse in Höhe von 72,7 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss beträgt knapp 130.000 Euro. Ein Teil davon fließt in die Rücklagen. Zudem werden die 787 Mitglieder mit einer dreiprozentigen Dividende auf die Geschäftsguthaben sowie einer Warenrückvergütung am erwirtschafteten Ergebnis beteiligt.

Guter Umsatz in Geschäften und an Tankstellen

Das beschlossen die Mitglieder auf der am Dienstagabend unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Schulze Höping stehenden und am Firmensitz in Nottuln tagenden Generalversammlung ebenso einstimmig wie die übrigen zur Beschlussfassung anstehenden Tagesordnungspunkte. Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Erneut in den ehrenamtlichen Vorstand gewählt wurde Stefan Schulze Frenking. Wieder in den Aufsichtsrat ziehen Clemens Freiherr von Twickel und Ludger Hidding ein.

Zuvor hatte Geschäftsführer Michael Grewe über das Geschäftsjahr berichtet und den Jahresabschluss vorgelegt. Wichtigster Umsatzträger der Raiffeisen Steverland mit Tendenz nach oben ist mit rund 50 Prozent das landwirtschaftliche Warengeschäft (Futtermittel, Düngemittel, Saatgut, Pflanzenschutz, Agrarerzeugnisse). Daneben trugen der Handel mit Brenn- und Treibstoffen sowie der Einzelhandel in den Raiffeisenmärkten mit steigenden Anteilen zum wirtschaftlichen Erfolg bei. „Das schwierige Marktumfeld in der Landwirtschaft einerseits und der pandemische Umsatzschub im Bereich Einzelhandel verändern die Ergebnisverteilung“, erläuterte Grewe laut Pressemitteilung. Auch die Tankstellen und Waschanlagen hätten in 2021 im Vorjahresvergleich eine „deutliche Ergebnissteigerung“ erwirtschaftet.

Viehgeschäft bereitet Sorgen

Gedämpft wurde der geschäftliche Erfolg durch die Entwicklung im Viehgeschäft. Rund 189.000 (Vorjahr: 200.000) Tiere wurden insgesamt vermarktet. Dadurch war der wertmäßige Umsatz in Höhe von 20 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, erläuterte Grewe. Das hat wesentlich zum Rückgang im Gesamtumsatz von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2020 beigetragen.

Insgesamt hätten die Mitglieder und Kunden in allen Geschäftsfeldern und an allen Standorten vom Fachwissen der Raiffeisen-Beschäftigten profitiert, hob der Geschäftsführer hervor und verband dieses Lob mit einem ausdrücklichen Dank für den „großen und unermüdlichen Arbeitseinsatz“ Er ergänzt: „Zwei Jahre Corona sind eine harte Zeit für alle gewesen.“

Investitionen sind geplant

Um die eigene Marktposition zu festigen und Prozesse zu optimieren, will die Raiffeisen Steverland weiter kräftig investieren. „Wir planen sehr intensiv daran, auch für 2022 den Umsatz der einzelnen Unternehmensbereiche zu steigern und natürlich auch die Ertragskraft unserer Genossenschaft insgesamt zu verbessern“, so Grewe.

Im laufenden Geschäftsjahr 2022 verzeichnet die Raiffeisen Steverland bis Ende Mai eine über dem Vorjahresniveau liegende geschäftliche Entwicklung, heißt es weiter. Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch durch den Ukraine-Krieg deutlich verändert. „Nahezu alle Energie- und Rohstoffmärkte spielen seitdem verrückt. Die Turbulenzen an den Fleisch-, Milch- und Futtermärkten erhöhen den Druck auf unsere landwirtschaftliche Produktion“, fasste Geschäftsführer Michael Grewe die aktuelle Situation abschließend zusammen.

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