1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Es wird wieder richtig geräppelt

  8. >

Messdienerschaft Nottuln

Es wird wieder richtig geräppelt

Nottuln

Die Räppler sind wieder unterwegs. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren das Räppeln pandemiebedingt nicht oder nur eingeschränkt stattfinden konnte, ertönen nun ab Gründonnerstag wieder Klappergeräusche in Nottuln.

Ab Gründonnerstag wird wieder laut geräppelt. Foto: Messdienerschaft

Wenn es in den nächsten Tagen laut wird in Nottuln, dann hat das seinen Grund: Die Räppler sind wieder unterwegs. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren das Räppeln pandemiebedingt nicht oder nur eingeschränkt stattfinden konnte, ertönen nun ab Gründonnerstag (14. April) wieder Klappergeräusche in Nottuln. Vor der Haustür stehen Messdienerinnen und Messdiener, die freundlich einen alten Brauch pflegen.

Räppeln ersetzen Kirchenglocken

Durch das Räppeln wurde und wird die Bevölkerung auf die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen aufmerksam gemacht, da die Glocken der Kirche zwischen Gründonnerstag und der Osternacht nicht läuten. Die aus hölzernen Räppeln sind nach alter Überlieferung gebaute Instrumente, die sehr laut werden können, so die Messdienerschaft.

Als Dankeschön nehmen die jungen Leute gerne Geldspenden entgegen, die der Messdienerarbeit zugutekommen. Unter anderem wird so die fünftägige Messdienerfahrt unterstützt, die in der kommenden Woche stattfindet.

Zum Räppeln starten die Messdiener Gründonnerstag (14. April), Karfreitag (15. April) und Karsamstag (16. April) jeweils um 9 Uhr am Pfarrheim. Von dort aus machen sie sich auf den Weg in die Wohngebiete. Wer an einem der Tage nicht zu Hause ist, den Räpplern aber gerne begegnen möchte, hat somit am anderen Tag die Möglichkeit dazu, teilt die Messdienerschaft mit. „Und wer über die Feiertage verreist sein sollte, kann den Messdienern gerne eine kleine Nachricht vor der Tür hinterlassen, um traurige Gesichter der Kinder wegen langer Wartezeiten zu vermeiden.“

Messdiener bitten um Spenden

Auch an die Bauerschaften in Nottuln werde gedacht, so die Messdiener. Diese werden frühmorgens beräppelt. Für Stevern stehen die engagierten Messdiener dafür am Gründonnerstag um 4 Uhr in den Startlöchern und für Buxtrup am Karfreitag um 5 Uhr. Ebenfalls am Freitag wird der Baumberg von den Kindern ab 8 Uhr besucht, Stockum am Samstag ab 9 Uhr von einer Gruppe ehemaliger Messdiener.

Der Wunsch der Pfarrgemeinde St. Martin: „Die engagierten Messdiener sollten möglichst mit offenen Armen empfangen werden, um ihnen weiterhin Mut zu geben, vor fremden Türen zu stehen und ihnen dank einer Spende endlich wieder eine schöne Osterfahrt zu ermöglichen.“

Startseite
ANZEIGE