1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. „Extra-Geld“ für Schulen soll Corona-Lücken schließen

  8. >

Knapp 83 000 Euro fließen nach Nottuln

„Extra-Geld“ für Schulen soll Corona-Lücken schließen

Nottuln

„Die Bewilligung ist da, das Geld aber noch nicht“, sagt Doris Block. Bis Ende 2022 muss es ausgegeben sein. Was konkret mit den knapp 83.000 Euro in Nottuln passiert, steht noch nicht fest. Sicher ist: Das Geld soll helfen, pandemiebedingte Defizite, wie es immer förmlich heißt, von Kindern und Jugendlichen auszugleichen werden.

Von Bettina Laerbusch

Die Folgen, die die Schulschließungen für die Kinder hatten, werden jetzt sichtbar. Foto: Gunnar A. Pier

Von „diversen Fördersträngen“ spricht Doris Block, Beigeordnete der Gemeinde Nottuln. Ein Baustein aus dem Topf mit Fördergeldern, die die Lockdown-Folgen für Schülerinnen und Schüler mildern sollen, ist das „Extra-Geld“ für Schulen. Land und Bund stellen dafür in diesem und im kommenden Jahr 180 000 Millionen zur Verfügung.

Exakt 82 932 Euro davon fließen an die Gemeinde Nottuln beziehungsweise direkt an die fünf Schulen, deren Träger die Gemeinde Nottuln ist: ans Rupert-Neudeck-Gymnasium sowie zu den Grundschulen St. Martinus, Astrid Lindgren, St. Marien und Sebastian in Darup. 60 Prozent des Fördergelds werden, so Bock, direkt an die Schulen gehen, 40 Prozent der Summe fließen zunächst der Gemeinde zu. „Die Bewilligung ist da, das Geld aber noch nicht.“ Die Beigeordnete rechnete am Donnerstag damit, dass es bis Ende dieses Monats zur Verfügung stehen wird. Bis Ende 2022 hätten Schulträger und Schulen dann Zeit, das Geld auszugeben.

Wie konkret die 40 Prozent, die zunächst die Gemeinde Nottuln bekommen wird, verwendet würden, stehe, so Block, bisher noch nicht fest. „Wir werden über die Verwendung in enger Absprache mit den Schulleitungen entscheiden“, sagte sie weiter.

Doris Block, Beigeordnete der Gemeinde Nottuln

Bildungsgutscheine, um einzelne Schüler gezielt auch außerhalb ihrer jeweiligen Schule zu fördern, können mit dem „Extra-Geld“ zum Beispiel finanziert werden. Die Schulen und Schulträger haben die Möglichkeit, Fördermaterialien zu finanzieren; Lizenzen für digitale Förderprogramme können gekauft werden. Die Förderung von Projekten wie „Schüler helfen Schülern“ ist denkbar.

Die Summen für die Schulträger können laut NRW-Schulministerium auch für „schulübergreifende regionale Angebote zur Beseitigung von Lernrückständen in Kooperation mit externen Bildungsanbietern ausgegeben werden“. So könnten etwa fachliche Förderangebote in Kleingruppen an Schulen stattfinden. Beispiele hierfür könnten Angebote von Nachhilfeinstituten, Volkshochschulen oder auch Vereinen sein.

Startseite