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Friedensgedenken am Stiftsbrunnen

Fähnchengirlande soll im Ortskern hängen

Nottuln

Auch am vergangenen Freitag trafen sich im Nottulner Ortskern wieder viele Menschen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Das Friedensgedenken am Stiftsbrunnen war dieses Mal von der Pfadfinder Nottuln gestaltet worden. Die hatte eine Fähnchengirlande vorbereitet, die nun aufgehängt wird.

-str-

Foto: Marita Strothe

„Unfriede herrscht auf der Erde“ sangen am Freitagabend Nottulnerinnen und Nottulner zu Beginn des Friedensgedenkens am Stiftsbrunnen. Den Text des polnischen Friedensliedes hatten ihnen die Pfadfinder Nottuln, die diese Mahnwache gestalteten, zum Mitsingen ausgedruckt. Franziska Daams, Matthias Schiewerling und Robin Grunwald begleiteten den gemeinsamen Gesang mit Gitarrenmusik.

Gedanken des Pfadfinder-Gründers noch immer aktuell

„Krieg führen entsprach nicht seiner Lebensphilosophie“, wusste Matthias Schiewerling über den Gründer der Pfadfinderbewegung zu berichten. Robert Baden-Powell habe schon Anfang des 20. Jahrhunderts Gedanken geäußert, die auch heute noch Gültigkeit haben. Einige, die gut zur Mahnwache gegen den Ukraine-Krieg passten, trug Schiewerling vor. So wie das Zitat: „Wenn wir mit unseren Nachbarn in fremden Ländern und Übersee Freundschaft schließen und wenn sie unsere Freundschaft erwidern, so werden wir nicht das Verlangen haben, gegen sie zu kämpfen. Das ist bei weitem die beste Methode, um künftige Kriege zu verhindern und einen dauerhaften Frieden zu sichern.“

Wimpel mit Gedanken und Wünschen gestaltet

Nach dem Protestlied „Blowin‘ in the Wind“ von Bob Dylan informierte Franziska Daams, Vorsitzende des Pfadfinder-Stamms St. Martin Nottuln, darüber, dass die Wölflinge (Kinder zwischen sieben und zehn Jahren) sich das Gestalten einer Fähnchengirlande ausgedacht hätten. Diese solle am nächsten Tag zur Girlande verbunden und im Dorf aufgehängt werden. Zwei Mädchen lasen dann den Anwesenden den Text auf ihren bereits beschrifteten Wimpeln vor, der erste war „Frieden“. Anschließend verteilten sie viele Stoffstreifen an die Besucherinnen und Besucher. Mit den bereit gestellten Stiften schrieben etliche bereits während des Singens des letzten gemeinsamen Liedes, den irischen Segenswünschen „Möge die Straße uns zusammenführen“, ihre Gedanken und Wünschen auf die Wimpel.

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