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WBC kontrollieren die Biogefäße

Falsch befüllte Tonne bleibt stehen

Nottuln

Weil der Fehlwurfanteil in den gesammelten Bioabfällen zu hoch ist, führen die Abfallwirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld ab Dienstag (3. Mai) Kontrollen der Gefäße durch. Tonnen, in denen zum Beispiel Plastiktüten oder Restmüll zu finden ist, werden nicht geleert und mit einem roten Anhänger versehen.

Diese Biotonne – in der Verpackungsmaterialien und mehr zu finden ist – würde bei einer entsprechenden Kontrolle nicht geleert. Foto: Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld

Am Dienstag (3. Mai) wird es ernst: Dann beginnen im Stiftsdorf ab 6 Uhr morgens die ersten Kontrollen der Biotonnen. Bevor der Müllentsorger Remondis zum Leeren in die Kontrollgebiete fährt, öffnen zwei Mitarbeitende der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) die Deckel der Behälter und werfen einen genauen Blick auf das Innere. Entspricht der Inhalt nicht den Sortiervorschriften, wird ein roter Anhänger angebracht, und die Tonne bleibt ungeleert stehen. Anlass der Kontrollmaßnahmen ist der hohe Fehlwurfanteil in den gesammelten Bioabfällen. Das schreibt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung.

Bioabfälle gehören unverpackt in die Tonne

„Wird der gesammelte Bioabfall in Plastikbeuteln – auch wenn diese biologisch abbaubar sind – gefüllt, wird die Tonne nicht geleert“, erklärt Projektleiterin Ursula Kleine Vorholt (WBC). Das gilt auch für den Fall, wenn Lebensmittel mit ihrer Verpackung in die Tonne gegeben werden, zum Beispiel verschimmelte Apfelsinen im Netz, Obst im Glas oder Aufschnitt in der Plastikverpackung, heißt es weiter. Die Abfälle seien unverpackt in die Biotonne zu geben. Die Verpackung sei je nach Zusammensetzung über die gelbe Tonne, Glascontainer oder Restmülltonne (dort gehören unter anderem auch die leeren, kompostierbaren Plastikbeutel hinein) zu entsorgen. Und auch, wenn sich Restmüll in der Biotonne befindet, bleibe das Gefäß ungeleert stehen, so Ursula Kleine Vorholt.

Die Beanstandungen in den Behältern werden dokumentiert. Ein Foto wird gemacht und der Standort protokolliert. Diese Infos werden dann an die Gemeinde weitergegeben.

Was kann ein Haushalt, dessen Biotonne nicht geleert wurde und stattdessen einen roten Anhänger bekommen hat, tun? Wenn das Behältervolumen bis zur nächsten Abfuhr reicht, sollten die Fehlwürfe aussortiert und der Behälter in 14 Tagen wieder herausgestellt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die WBC weisen dabei darauf hin, dass Nachkontrollen erfolgen und nicht nachsortierte Gefäße dann abermals nicht geleert werden.

Kostenpflichtige Ersatzleerung

Wenn diese Wartezeit zu lang ist, gibt es zwei, allerdings kostenpflichtige, Alternativen: Entweder kann man für die nachsortierte Biotonne eine kurzfristige Nachabfuhr für 40 Euro beantragen oder die fehlerhaft befüllte Biotonne als Restmüll bei der nächsten Restmüllabfuhr für 60 Euro leeren lassen. „Wie das im Einzelnen geht, steht auf den roten Anhängern. Dort sind auch Ansprechpartner und Zahlungshinweise vermerkt“, so Kleine Vorholt.

Über das, was in die Biotonne darf und was nicht, gibt es Informationen im Abfallkalender und auf den Internetseiten der Gemeinde (www.nottuln.de) oder der WBC (www.wbc-coesfeld.de/abfallentsorgung/sammlung).

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