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Zwei Stellplätze sind fürs Car-Sharing reserviert

Falschparken kann teuer werden

Nottuln

Zwei Parkplätze sind am Schlaun-Denkmal für die Stadtteilautos reserviert. Das hat noch nicht jeder Autofahrer und jede Autofahrerin verstanden. Aber Vorsicht ist geboten.

Diese beiden Stellplätze am Schlaun-Denkmal sind für die Fahrzeuge des Car-Sharing-Anbieters Stadtteilauto Münster reserviert. Falschparkern droht ein saftiges Bußgeld, wenn sie ihre Autos dort abstellen. Foto: Gemeinde Nottuln

In schöner Regelmäßigkeit verteilt das Ordnungsamt Knöllchen an die Halterinnen und Halter der Fahrzeuge, die ihre Wagen auf den Flächen in der Nähe des Schlaun-Denkmals abstellen, die fest für die beiden Stadtteil-Autos reserviert sind. Obwohl zwei Schilder, die gut sichtbar neben den Parkplätzen angebracht sind, sehr deutlich machen, wer dort ausschließlich stehen darf.

Für Falschparker wird das ganz schön teuer: Mit 55 Euro werden sie zur Kasse gebeten. „Es sind übrigens nicht wir als Gemeinde Nottuln, die die Höhe der Knöllchen festlegen“, macht Hans-Jürgen Schulze Wermeling vom Ordnungsamt in einer Pressemitteilung der Gemeinde deutlich, „das gibt uns der Bußgeldkatalog vor.“

Martina Marquardt-Wißmann, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Nottuln und als solche Ansprechpartnerin für das Car-Sharing, appelliert an die Autofahrer, andere Stellplätze wie auf dem um die Ecke liegenden Hanhoff oder dem Kastanienplatz zu nutzen. Nicht nur, weil es sonst für die Betreffenden teuer wird, sondern auch, um den Nutzern des Stadtteilautos nicht die Parkplätze wegzunehmen. Die müssten sich dann nämlich einen anderen Platz suchen und zudem umständlich den Car-Sharing-Anbieter Stadtteilauto darüber informieren, wo sie das Fahrzeug abgestellt haben, damit die Nachnutzer es dann auch finden können.

Auch der Abschleppwagen droht

Bei Rebecca Bracht vom Unternehmen Stadtteilauto Münster, das in Nottuln mit dem Standort am Schlaun-Denkmal nach Appelhülsen am Schulze-Frenkings Hof nun im Oktober vergangenen Jahres die zweite Niederlassung im Stiftsdorf einrichten konnte, sind bislang aber noch keine Beschwerden eingegangen. Augenscheinlich überschneidet sich die Nutzung von Falschparkern und Stadtteilauto-Buchern erst einmal noch nicht, heißt es in der Pressemitteilung.

„Es muss zunächst ins allgemeine Bewusstsein vordringen, dass dort nicht mehr geparkt werden darf“, räumt Bracht den Autofahrerinnen und Autofahrern eine gewisse Zeit ein, sich an die neue Regelung zu gewöhnen. „Wir sind aber nicht abgeneigt, den Abschleppwagen einzusetzen, wenn es sein muss“, sagt Bracht, die bei Stadtteilauto für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Mit der Entwicklung des Standortes Nottuln zufrieden

Mit der Entwicklung des zweiten Car-Sharing-Standortes ist sie zufrieden. Beide Fahrzeuge, der weiße Twingo und der rote Clio-Kombi, werden häufig genutzt. „In dieser Woche zum Beispiel sind sie jeden Tag gebucht, manchmal sogar zweimal“, berichtet die Stadtteilauto-Mitarbeiterin. Gleichwohl sei aber durchaus noch Luft nach oben. Es müsse sich eben erst einmal in den Köpfen der Leute festsetzen, dass es Car-Sharing auch im Stiftsdorf gibt. Meist dauere es zwischen sechs Monaten und einem Jahr, bis sich das System etabliert habe. „Und am besten funktioniert das über Mundpropaganda“, weiß Rebecca Bracht, dass persönliche Erfahrungen immer noch die beste Werbung sind.

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