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Umbau des Daruper Feuerwehrgebäudes

Fit für die Zukunft gemacht

Darup

Da sich die Zahl der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrkameraden im letzten Jahrzehnt im Nottulner Ortsteil Darup auf 44 Aktive fast verdoppelt hat, gab es akute Platzprobleme im Feuerwehrgerätehaus. Durch einen Umbau wurde jetzt Abhilfe geschaffen.

Von Iris Bergmann

Das Feuerwehrgerätehaus Darup ist erweitert worden. Auf der Dachterrasse können Nachbesprechungen durchgeführt werden. Im Bild Löschgruppenführer Tobias Plogmaker. Foto: Iris Bergmann

„Dass ein Neubau der Feuerwache in Darup in den nächsten zehn Jahren kein Thema ist, ist klar“, gibt sich Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker, Gruppenführer des Löschzuges Darup, keinerlei Illusionen hin. Dennoch: Veränderungen mussten her, denn auch der Löschzug Darup muss für die Zukunft gut aufgestellt sein, um seinen Dienst ausführen zu können. Und da sich die Zahl der ehrenamtlich tätigen Kameraden im letzten Jahrzehnt in dem Nottulner Ortsteil auf 44 Aktive fast verdoppelt hat, gab es akute Platzprobleme. Mit finanziellen Mitteln aus dem Gemeindehaushalt sowie dem Landesfördertopf konnte nun eine passende Lösung gefunden werden.

Umkleideräume erweitert

Im Herbst 2021 habe man sich mit der Gemeinde zusammengesetzt und nach einer Lösung gesucht. „Es ist und bleibt zwar ein Bestandsgebäude mit engen Fahrzeughallen, aber nun mit einer Erweiterung der Umkleideräume“, erläutert Plogmaker. Architekt Christian Abendroth entwarf den Umbau für das Feuerwehrhaus, das jetzt für die nächsten Jahre den entsprechenden Platz bieten wird.

Die Feuerwehrleute brauchten mehr Platz, deshalb wurden in einem Anbau neue Umkleiden geschaffen. Foto: Iris Bergmann

Das Platzproblem fing bei den Umkleiden an, in der die Kleidung der Kameraden stets einsatzbereit liegen muss. Der Raum dafür war zu klein geworden, für die Kleidung nicht mehr ausreichend. Und da es beim Einsatz um Sekunden geht, wäre jeder überflüssige Handgriff enormer Zeitverlust. Nun haben die Daruper Wehrleute in einem Anbau neue Umkleidekabinen bekommen, eine kleine davon für Frauen – „auch wenn wir leider hier noch keine Kameradinnen haben“, wirft Plogmaker ein, doch gerüstet wolle man dafür sein. Auch waren die Spinde sehr in die Jahre gekommen. Nun stehen neue, moderne in den Kabinen.

Mehr Alarmparkplätze

Erweitert wurden ebenso die Alarmparkplätze, auf denen die Feuerwehrkameraden während eines Einsatzes ihre Autos parken können. Vorher hätten sie nur vier Plätze gehabt, sodass die Kameraden auf der angrenzenden Wiese parken mussten, wo sie nicht selten im Winter, wenn es nass war, im Matsch steckengeblieben seien. „Da hat uns auch mal unser Nachbar Theo Struwe mit seinem Traktor rausgezogen“, schmunzelt Plogmaker und ergänzt: „Auch in der Umbauphase hat er uns immer wieder Hilfe angeboten.“ Jetzt ist auf dem Hof der Platz für 20 Fahrzeuge gepflastert worden.

Zudem gibt es jetzt einen Bereich, in dem die Wehrleute ihre Nachbesprechung machen können. Auf dem Flachdach der vorhandenen Halle für den Bulli ist eine Terrasse mit Außentreppe entstanden. Hier wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: „Durch die Außentreppe, die von der Terrasse nach unten führt, haben wir einen Fluchtweg aus dem Gebäude“, freut sich Plogmaker.

Raum für Nachbesprechung der Einsätze

Nicht nur hat sich die Anzahl der Kameraden erhöht, auch die Zahl der Einsätze pro Jahr sei mit 50 bis 60 für Darup nicht gerade wenig, so der erfahrene Feuerwehrmann. Umso wichtiger sei es, einen geschützten Bereich für die sensiblen Nachbesprechungen zu haben: „Gerade nach schwierigen Einsätzen ist es sehr wichtig, im Nachgang darüber zu sprechen.“

Aktuell richten sich die Kameraden gerade neu ein. Und weil sie stolz auf den Umbau sind, wollen sie das gern den Bürgerinnen und Bürgern zeigen. Diese sind am 20. August (Samstag) ab 14 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen und können sich durch das Feuerwehrhaus führen lassen. Für die kleinen Besucher gibt es Spiele und Unterhaltung, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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