1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Funkelnder Treckerkorso begeistert

  8. >

Aktion der Landwirte

Funkelnder Treckerkorso begeistert

Nottuln

Wie ein funkelnder Lindwurm zog sich am Samstagabend ein beleuchteter Treckerkorso der heimischen Landwirte durch die nächtliche Landschaft. Ein toller Anblick.

Ludger Warnke

Derart prächtig mit Lichterketten geschmückte Trecker sieht man nicht alle Tage. Landwirte aus Nottuln und Umgebung, sogar aus Haltern am See, nahmen am Samstagabend (12. Dezember) an einer Lichterfahrt durch Rorup, Karthaus und Nottuln teil. Foto: Ludger Warnke

Da staunten selbst einige der teilnehmenden Landwirte, als sie sich des großen Andrangs bewusst wurden: „So viele sind wir!“

In der Tat. Insgesamt 54 mit weihnachtlichen Lichterketten geschmückte Trecker haben Landwirte und Landwirtinnen aus Nottuln und Umgebung, sogar aus Haltern am See, am frühen Samstagabend auf die Reise geschickt. Gut gesichert durch die Polizei Coesfeld, fuhr der funkelnde Treckerkorso durch Rorup, Karthaus und durch Nottuln. Und die Landwirte ernteten viel Zustimmung mit dieser Aktion. „Ganz viele Menschen haben applaudiert oder das Daumen hoch-Zeichen gegeben“, freute sich der Nottulner Landwirt Stephan Büssing im WN-Gespräch.

Büssing hatte im Vorfeld die Vorbereitungen für den Treckerkorso koordiniert. Mit ihrer Aktion folgten die heimischen Landwirte einem Aufruf der Bewegung „Land schafft Verbindung e.V. NRW“. Diese hatte die Aktion unter das Motto „Ein Funken Hoffnung“ gestellt.

„Wir wollten damit den Menschen eine Freude machen“, erläuterte Stephan Büssing. Es sei aber auch darum gegangen, in diesen schwierigen Zeiten den Blick auf die Situation der heimischen Landwirtschaft zu lenken. Sie sei Teil dieser Gesellschaft, ihre Sorgen und Nöte dürfe man nicht aus den Augen verlieren.

Für ihren beleuchteten Treckerkorso griffen die Landwirte ganz tief in die Dekorationskiste. Vom Hof Büssing zum Beispiel nahmen zwei Fahrzeuge teil. „Drei Stunden lang haben wir am Samstag zu zweit die Trecker geschmückt“, berichtete Stephan Büssing. Schließlich musste alles so angebracht werden, dass die Beleuchtung während der Fahrt auch hielt, Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet wurden.

Treffpunkt für alle Teilnehmer war kurz vor Einbruch der Dunkelheit der Hof Strätker in Hövel, der sich alsbald in ein funkelndes Lichtermeer verwandelte, das schon von weitem zu erkennen war. Hier hatte sich auch die Polizei eingefunden, die den Korso eskortierte. Hier war auch das Nottulner Ordnungsamt vor Ort, das penibel auf die Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen achtete. Im Vorfeld war die Landwirte-Aktion natürlich mit den Behörden von Kreis und Gemeinde abgesprochen worden.

Vom Hof Strätker ging es zunächst über die K 12 nach Rorup, dann nach Karthaus und schließlich über die Dülmener Straße nach Nottuln. In Nottuln fuhren die Landwirte unter anderem durch den Ortskern, aber auch ganz gezielt auf der Hagenstraße und der Heriburgstraße, um den Menschen im Krankenhaus und in den Seniorenheimen eine Freude zu machen. Nach rund zweistündiger Fahrt löste sich der Treckerkorso am Wellenbadparkplatz in Nottuln auf. Landwirt Stephan Büssing war und ist sehr zufrieden, dass alles reibungslos verlaufen ist. Und er freut sich nicht nur über die Zustimmung aus der Bevölkerung: „Diese Aktion hat auch den Zusammenhalt unter uns Landwirten gestärkt.“

Startseite
ANZEIGE