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15. Daruper Landpartie

Für kurze Zeit ein Künstlerdorf

Darup

Die Daruper Landpartie ist und bleibt ein Publikumsmagnet und eine ganz besondere Veranstaltung. Das wurde auch diesmal wieder deutlich. Das Orga-Team hofft allerdings auf Unterstützung, um weiter diese Qualität bieten zu können.

Von Iris Bergmann

Die 15. Ausgabe der Daruper Landpartie bot wieder hochklassigen Kunstgenuss und zog viele Besucher aus Nah und Fern in das kleine Dorf im Münsterland. Foto: Iris Bergmann

„Mein Hobby, das ist, wenn ich male und nicht mehr weiß, was um mich herum passiert“, erklärt Manfred Hubert und lässt seinen Blick über seine Werke schweifen. Da schauen Udo Lindenberg, Lady Gaga oder Rudi Assauer von den Wänden auf ihn herunter. Und auf die vielen Gäste, die sich durch die Räume des AWO-Bildungshofes in Darup drängen.

Aber nicht nur in dem Haus ist an diesem Wochenende viel los. Auch an 17 weiteren Orten im Dorf. Denn: Es ist wieder Landpartie. Bereits zum 15. Mal wimmelt es in den Straßen und Gassen von Menschen aus Nah und Fern, verwandelt sich das kleine Darup in ein begehrtes Künstlerdorf.

Fast 60 Kunstschaffende haben ausgestellt

Dem Organisatoren-Team um Marion Tibroni war es einmal mehr gelungen, eine hochklassige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Fast 60 Künstlerinnen und Künstler hatte es nach Darup gezogen. Dabei bringen die Kunstschaffenden nicht selten auch tolle Ideen mit. Wie der Realismus-Maler Manfred Hubert. Bei ihm durften die Besucher sich selbst als Künstlerin oder Künstler versuchen und ein detailliert skizziertes Portrait von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes bunt bemalen. „Das war eine spontane Idee, und der Bürgermeister war einverstanden“, freute sich der Künstler. „Natürlich bekommt er das fertige Werk. Vielleicht hängt das ja bald in seinem Büro.“

Bildhauerin Margret Hübschen war mit ihren Bronzeskulpturen im Mehrzweckraum am Alten Hof Schoppmann zu sehen. Sie hatte auch etwas Besonderes dabei: „Dieses hier ist ein Rohling“, zeigt sie auf eine schlanke, aber noch graue Frauenfigur. „Ich habe es zeitlich nicht mehr geschafft, sie fertigzustellen, da dachte ich, ich bringe sie so mit“, schmunzelt Hübschen.

Im Naturschutzzentrum präsentierte Hubert Wilmsen ganz besondere Bücher: Sie sind komplett aus altem Holz gefertigt. „Dieses hier ist aus einem 100 Jahre alten Zaunpfahl gemacht“, zeigte er stolz. Sehr exakt ist jede Seite zu erkennen und fein herausgearbeitet. Dazu braucht es Geduld und ruhige Hände, waren sich die staunenden Betrachter einig.

Bei blau-weißem Himmel und sommerlichen Temperaturen waren die meisten Besucher mit dem Fahrrad gekommen und konnten so auch die eine oder andere Station mehr besuchen. Wutzlers Garten zum Beispiel. Hier war die Nottulner Malerin Conny Klein zu finden, die zwischen weißen Statuen in einer lauschigen Ecke ihre farbenprächtigen Bilder und den bemalten Schiefer präsentierte. Im Wasser des Teiches spiegelten sich die Specksteinskulpturen von André Winkelhaus.

Unter dem schattigen Baum auf Hof Schulze Darup hatte Britta Stattrop mit ihren meditativ anmutenden Bildern einen ruhigen Platz gefunden und neben die Staffelei eine weiße Bank aufgestellt. „Die Besucher können gern hier bei mir sitzen und etwas Ruhe tanken oder auch meditieren.“

Landfrauen-Café im „Landgasthaus“

Weniger zum Meditieren als vielmehr, um sich zu stärken, kamen die Gäste ins Landfrauen-Café im „Landgasthaus“. Hier saßen sie an den langen Tischen und genossen Kaffee, Kuchen oder Schnittchen und tauschten sich aus über das Gesehene.

Zwischen den einzelnen Stationen pendelnd und immer ansprechbar war Marion Tibroni unterwegs. Trotz all des Stresses im Vorfeld freute sie sich: „Es läuft ganz prima.“ Denkt sie schon an nächstes Jahr? „Ja, doch“, wiegte sie den Kopf nachdenklich hin und her. Aber man brauche auch dringend weitere Unterstützung. „Ein paar jüngere Leute hätte ich gern im Team“, wünschte sie sich, damit es auch ganz sicher weitere Daruper Landpartien geben kann.

Wer Interesse hat, bei der Organisation der Daruper Landpartie mitzuhelfen, kann sich unter der Rufnummer 0 25 02/36 12 an Marion Tibroni wenden.

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