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Konzert von Marina Baranova begeistert

Ganz außergewöhnlich

Nottuln

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat Marina Baranova zahlreiche Benefizkonzerte gegeben. Nun konzertierte sie in Nottuln und verzauberte mit ihrem Können.

Von Iris Bergmann

Pianistin Marina Baranova spielte auf Einladung der Friedensinitiative Nottuln und des Friedenskreises Havixbeck ein Konzert in der Alten Amtmannei Foto: Iris Bergmann

„Mit der Kraft der Musik gegen Krieg, Terror und Gewalt“ – wie schön wäre es, wenn diese Kraft sich über die ganze Welt verbreiten würde. Die Pianistin Marina Baranova trägt mit ihrer musikalischen Kraft auf jeden Fall dazu bei. Am Sonntagabend verzauberte sie das Publikum in der Alten Amtmannei mit ihrem faszinierenden Spiel. Der Friedensinitiative (FI) Nottuln und dem Friedenskreis Havixbeck war es gelungen, die außergewöhnliche Pianistin ins Stiftsdorf zu holen.

Umrahmt wurde der Auftritt der ukrainischen Künstlerin vom Nottulner Frauenchor Anchora unter der Leitung von Frank Warschkow. Die Frauen sangen unter anderem ein sehr gefühlvolles Chorarrangement von „Only time“ von Enya.

Zarte Töne dem Flügel entlockt

Es wurde mucksmäuschenstill im Saal, als Marina Baranova dem Flügel die ersten zarten Töne entlockte. „White Letters“ titelte sie ihr Konzert und bot den Zuhörerinnen und Zuhörern Stücke von bekannten Komponisten, die sie auf ihre ganz eigene Art arrangiert und getitelt hatte. So nannte sie ein Arrangement nach Claude Debussy „Carol of the homeless children“ oder modernisierte eine Kantate von Johann Sebastian Bach nannte sie „There ist always a tomorrow.“ Letztere, so erläuterte die Pianistin, habe sie für ihre geflüchteten Landsleute so genannt, „um ihnen Hoffnung zu machen, dass es eine Zukunft gibt.“ Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat sie schon zahlreiche Benefizkonzerte gegeben. Und auch in Nottuln baten die Organisatoren um Spenden.

Farben in Töne umgewandelt

Eine Besonderheit der Pianistin besteht darin, Bilder beziehungsweise Farben in Töne umzuwandeln, womit sie auch in Nottuln zu begeistern wusste. Das Publikum kostete diesen Genuss voll aus – und erst als auch der letzte Ton gänzlich verklungen war, brandete Applaus auf.

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