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Klimademonstration mit Nottulner Beteiligung

„Gebt nicht nach, bis man euch hört“

Nottuln

Richard Mannwald, ehemaliger Sprecher der Fridays-for-Future-Gruppe Nottuln, hielt bei der Klimademonstration in Dülmen die Abschlussrede. Sein Appell an die jungen Leute: „Wenn ihr eine Meinung habt, mischt euch ein! Seid unangenehm, laut und gebt nicht nach, bis man euch hört!“

wn

Richard Mannwald (l.) hielt auf der Abschlusskundgebung der Klimademonstration in Dülmen eine beeindruckende Rede und forderte zum Einmischen in die Kommunalpolitik auf. Foto: Gerd Jungmann/Dülmen

„Kein Grad weiter!“ Mit diesem Motto gingen am Freitag in der ganzen Welt Hunderttausende auf die Straße, um für einen effektiven Klimaschutz zu demonstrieren (wir berichteten). In Dülmen fand die Aktion für den Kreis Coesfeld statt. 250 Bürgerinnen und Bürger – vor allem jungen Leute – zogen mit Transparenten und Gesang durch die Stadt. Mit dabei auch Mitglieder der Fridays-for-Future-Gruppe (FFF) Nottuln, allen voran deren Sprecherin Leonie Glanemann. Auf der Abschlusskundgebung sprach einmal mehr Richard Mannwald, ehemaliger Sprecher der FFF-Gruppe Nottuln. Er machte den jungen Leuten Mut, sich in Sachen Klimaschutz in die Kommunalpolitik einzumischen: „Wenn ihr eine Meinung habt, mischt euch ein! Seid unangenehm, laut und gebt nicht nach, bis man euch hört!“

Mitglieder der FI forderten, dass nicht in Krieg und Militär, sondern in Klimaschutz investiert wird. Foto: Gerd Jungmann/Dülmen

Ausführlich berichtete Mannwald über das Engagement der Schülerinnen und Schüler in Nottuln, erzählte von der Rettungsaktion für die Platanen in der Stiftsstraße, berichtete von den vielen Diskussionen mit den Parteien, die dann endlich auch für Nottuln den „Klimaaufbruch“ beschlossen hätten, und überraschte dann mit einer weiteren Erfolgsgeschichte: Gleich drei FFF-Aktivisten sind bei der Kommunalwahl in die Gemeinderäte im Kreis Coesfeld gewählt worden. Mannwald: „Wir wollen, dass die Forderungen von FFF eine stärkere Bedeutung bekommen!“

Viel Beifall erntete der junge Nottulner für seine Berichte. „Und wisst Ihr was? Das könnt Ihr auch! Klimanotstand und Bäume retten, bald auch in Eurer Stadt!“, rief Mannwald gerade den jungen Demonstranten in Dülmen zu.

Auch Mitglieder der Friedensinitiative Nottuln (FI) nahmen wieder an der Demonstration teil. „Stoppt die Kriege! Rettet den Planeten!“, stand auf einem FI-Transparent zu lesen. Robert Hülsbusch griff die Worte von Richard Mannwald auf: „Auch wir Älteren werden weiter Druck machen, dass ein echter Klimaaufbruch in Nottuln passiert. Heißt: Zeitnahe konkrete Maßnahmen und Schritte auf den Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde bis 2030!“

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