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Jahreshauptübung der Feuerwehr

Gemeinde kann sich auf ihre Feuerwehr verlassen

Nottuln

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nottuln hat am Samstagnachmittag ihre Jahreshauptübung abgehalten. Sven Hüls und Stefan Linnarz hatten sich die Übung ausgedacht. Sie stellten ihre Kameraden vor eine komplexe Einsatzsituation.

Ludger Warnke

Übung in der Bauerschaft Heller: Feuerwehrarzt Dr. Hans-Jürgen Schönhauser nimmt die Verletzten in Augenschein und klärt das weitere Vorgehen. Foto: Ludger Warnke

Zwei verunglückte Pkw, ein beteiligter Lkw, sechs Schwerverletzte, zum Teil in den Fahrzeugen eingeklemmt, dazu vier geschockte Bürger, die das Unfallgeschehen miterlebt haben – dieses Szenario stellte sich am Samstagnachmittag (14. September) der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Nottuln bei ihrer Jahreshauptübung in der Bauerschaft Heller.

Sven Hüls und Stefan Linnarz vom Löschzug Nottuln hatten die komplexe Großübung vorbereitet. Nicht nur sie beobachteten ganz genau das Übungsgeschehen. Auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der einzelnen Löschzüge, Mitglieder des Rates, Bürgermeisterin Manuela Mahnke sowie nicht zuletzt Wehrleiter Udo Henke und der stellvertretende Kreisbrandmeister Günter Reuver schauten sehr interessiert zu.

Insgesamt 97 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus Appelhülsen, Darup, Nottuln und Schapdetten waren mit 14 Einsatzfahrzeugen ausgerückt, bildeten drei Einsatzabschnitte und übten so unter der Einsatzleitung von Joachim Kruse bei diesem Szenario Menschenrettung und technische Hilfe nach einem schweren Verkehrsunfall.

Zum Einsatz kamen dabei die neuen hydraulischen Rettungsgeräte, die die Gemeinde in diesem Jahr für die Löschzüge Darup, Appelhülsen und Nottuln kurzfristig angeschafft hatte. Dabei konnten Bürgermeisterin und Ratsmitglieder sehen, dass das Geld gut investiert worden ist.

Weil die Feuerwehrleute sich im Vorfeld fleißig mit den neuen Geräten vertraut gemacht hatten, in Darup unterstützt vom Autohaus Tönnemann und in Appelhülsen unterstützt vom Abschleppdienst Haarlammert, klappte auch der Gebrauch von Spreizer und Schere am Samstag. Unter der Aufsicht von Feuerwehrarzt Dr. Hans-Jürgen Schönhauser wurden die Verletzten geborgen und zur zentralen Sammelstelle gebracht. Dort war auch die Jugendfeuerwehr in die Übung eingebunden. Die Jugendlichen kümmerten sich um die Verletzten.

Übrigens: Auch für die Jahreshauptübung konnte die Feuerwehr auf die Unterstützung heimischer Firmen zurückgreifen. Sie dankt der Firma Mertens, die Lkw und Radlader zur Verfügung stellte, und dem Autohaus Rump, das der Feuerwehr zwei Altfahrzeuge überließ. Ein Dank ging auch an die benachbarte Familie Hölscher, wo die Fahrzeuge gelagert werden durften.

In der anschließenden Versammlung stellte der stellvertretende Kreisbrandmeister Günter Reuver lobend fest: „Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nottuln ist in der Lage, mit solchen Einsätzen umzugehen. Die Gemeinde hat eine Feuerwehr, auf die sie sich verlassen kann.“ Reuver dankte auch Sven Hüls und Stefan Linnarz für eine Übung, „die top vorbereitet war“.

Wehrführer Udo Henke hatte zuvor das Treffen im Landgasthaus Arning eröffnet und dabei an den Bauernhofbrand vom Wochenende zuvor erinnert. Ein Einsatz, der alle Feuerwehrleute sehr mitgenommen hat. Henke berichtete, dass die betroffene Familie allen Feuerwehrleuten für die Hilfe sehr danke, wofür sich die Anwesenden mit spontanem Applaus für die Familie revanchierten.

Auch Udo Henke zog ein positives Resümee der vorherigen Übung: „Die Übung ist sehr gut gelaufen.“ Der Wehrleiter erinnerte an die Notwendigkeit, neue hydraulische Rettungsgeräte anzuschaffen. Für die Löschgruppe Schapdetten sei eine entsprechende Anschaffung in 2020 geplant.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke sprach allen Feuerwehrleuten im Namen von Rat und Verwaltung einen großen Dank aus. Die Feuerwehr sei gut aufgestellt und immer da, wenn sie gebraucht werde. Die Bevölkerung könne beruhigt sein. Ein weiterer Dank ging an die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr.

Im weiteren Verlauf standen zwei Beförderungen und zahlreiche Ehrungen im Mittelpunkt des Geschehens. Für die langjährigen Feuerwehrkameraden, die schon 50 und gar 60 Jahre in der Feuerwehr sind, erhoben sich alle von ihren Plätzen und feierten die Geehrten mit „Standing Ovations“.

Die Einsatzübung und die Ehrungen boten reichlich Gesprächsstoff für einen langen Abend.

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