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Corona-Pandemie verhindert Traditionsveranstaltung zum zweiten Mal

Gemeinde sagt Martinimarkt wieder ab

Nottuln

Der Martinimarkt kann auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat die Gemeindeverwaltung entschieden. Corona ist dabei nicht der einzige Grund.

Der letzte Martinimarkt fand vor zwei Jahren 2019 statt. Jetzt hat die Gemeinde ihn zum zweiten Mal in folge abgesagt. Foto: WN-Archiv/Iris Bergmann

Das Risiko ist zu hoch und der Aufwand zu groß. Die Entscheidung, den Martinimarkt in diesem Jahr coronabedingt ausfallen zu lassen, ist der Gemeinde Nottuln nicht leicht gefallen: „Wir haben uns schweren Herzens dazu entschlossen, diese Veranstaltung auch in diesem zweiten Corona-Jahr abzusagen“, teilt Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes jetzt mit.

Wegen der vorherrschenden Delta-Virus-Variante und der anrollenden vierten Infektionswelle habe sich die Frage gestellt, ob aus Infektionsschutzgründen überhaupt Veranstaltungen mit einer solch großen Anzahl an Besuchern möglich sind – insbesondere angesichts der jüngsten Impfdurchbrüche, wie sie zum Beispiel in Münster zu verzeichnen sind, und auch wegen der aktuell sehr hohen Infektionszahlen in Nottuln.

Diese Frage habe die Gemeindeverwaltung nach eingehender Diskussion nur mit einem Nein beantworten können, berichtet sie in einer Pressemitteilung.

Delta-Virus-Variante und vierte Welle

Hinzu kommt, dass aufgrund der Eigenart des Martinimarktes eine Kontrolle der 3G-Regel nahezu unmöglich ist und auch stichprobenartige Überprüfungen nicht in einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis zu leisten sind. Für die Partys, die traditionell in Kombination mit dem Martinimarkt gefeiert werden, wären die Anforderungen an die Kontrollpflichten ebenfalls zu hoch.

„Schließlich kommt der enorme Aufwand für die Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes dazu, die durch die Organisation der Bundestagswahl sowie stetig neue Aufgaben im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Pandemie ohnehin schon erheblich belastet sind“, macht Rechtsrat Stefan Kohaus einen weiteren Grund für die Absage der Traditionsveranstaltung deutlich.

„Jubiläum 2022 nicht gefährden“

Ein eventuell möglicher, aber erheblich abgespeckter Markt würde letztlich die Marke Martinimarkt beschädigen und negative Auswirkungen auf das fest eingeplante große Jubiläum „400 Jahre Martinimarkt“ haben, erklärt die Verwaltung. „Jetzt setzen wir alle Kraft darauf, den Jubiläums-Martinimarkt, der 2022 stattfindet, zu planen, damit er zu einem besonderen Ereignis in Nottuln werden kann.“

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