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Bürgerenergiegenossenschaft

Gemeinsam für den Klimaschutz

Nottuln

Wenn Nottuln 2030 regenerativ und lokal so viel Strom erwirtschaften wie, wie die Gemeinde verbraucht, dann muss sie sich ranhalten. Sagt die FI und arbeitet an einer Bürgerenergiegenossenschaft.

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Die Bürgerenergiegenossenschaft will unter anderem die Fotovoltaik ausbauen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Die Einrichtung einer Abteilung oder eines Fachbereiches Klimaschutz in der Verwaltung, Mitarbeit bei der Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft Baumberge, Anträge für die Gleichberechtigung von Fuß-, Rad- und motorisiertem Verkehr im Ortskern und vieles mehr. Die Liste der Klimaschutzaktivitäten der Nottulner Parteien ist lang. Das erfuhr nun die Friedensinitiative Nottuln (FI), die nachgefragt hatte, welche der Klimaaktivitäten, die die Parteien vor der Kommunalwahl zugesagt hatten, schon in Arbeit seien. Die FI freut sich über die Rückmeldungen und bietet ihre Unterstützung an.

Derweil habe sich im Hintergrund eine Arbeitsgruppe gebildet, die an der Gründung einer Baumberger Bürgerenergiegesellschaft arbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung der FI. Bürger aus Billerbeck, Havixbeck und Nottuln, auch Vertreter der Parteien (UBG, Grüne, Klimaliste), sind aktiv und zuversichtlich, die Genossenschaft bald gründen zu können, berichtet Heinz Böer, FI. Ziel soll es sein, Projekte regenerativer Energiegewinnung durch Bürgerbeteiligung in der Region Baumberge umzusetzen. Gesucht werden dafür Flächen für Fotovoltaikanlagen, aber auch Flächen, um neue Windkraftanlagen bauen zu können. Böer: „Wenn wir das ehrgeizige Ziel realisieren wollen, dass Nottuln in zehn Jahren den Strom, der hier verbraucht wird, regenerativ und lokal erzeugt, brauchen wir ein paar neue Windkraftanlagen. Ohne die wird die Klimaneutralität, die alle Parteien im Vorfeld der Kommunalwahlen auf ihre Fahne geschrieben haben, nicht möglich sein.“

2030 klimaneutral sein

Leider herrsche zurzeit kommunalpolitisch diesbezüglich wieder Stillstand, so die FI. Aber auch ohne die Änderung des Flächennutzungsplanes könnten Bauanträge für neue Windkraftanlagen beim Kreis eingereicht werden. In Billerbeck und Havixbeck sei das bereits erfolgreich gelaufen. Auch in Nottuln ist hinter den Kulissen Bewegung. Robert Hülsbusch: „Die Stadtwerke Münster haben Interesse daran, zusammen mit Nottulner Landwirten Windkraftanlagen zu errichten. Auch Bürger könnten sich daran beteiligen.“ Vorverträge seien schon abgeschlossen. „Es tut sich was. Wenn wir 2030 klimaneutral sein wollen, was die Produktion von Strom angeht, müssen jetzt die Weichen gestellt werden.“ Interessenten für die Mitarbeit in der Bürgerenergiegenossenschaft können sich melden: info@fi-nottuln.de

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