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Heimatverein Nottuln

Gemeinsam Geschichte bewahren

Nottuln

Der Heimatverein Nottuln möchte gemeinsam mit der Familie Zumbülte das verrottete Mühlrad der ehemaligen Stiftsmühle erneuern. Eine Aufgabe, für die man Geld und Helfer braucht.

Frank Vogel

Arbeiten kann Spaß machen: Das demonstrieren hier (v.l.) Erhard Schnieder, Johannes Moormann, Karl Hauk-Zumbülte und Ekkehard Wutschke. Foto: Frank Vogel

Ein Projekt, bei dem man richtig anpacken kann, hat sich der Heimatverein Nottuln vorgenommen: Gemeinsam mit der Familie Zumbülte wollen die Heimatfreunde ein neues Mühlrad für die ehemalige Stiftsmühle in der nach ihr benannten Mühlenstraße erstellen.

Im vergangenen Jahr hat die Familie Zumbülte auf eigene Kosten das Äußere der Mühle restaurieren lassen (wir berichteten). „Immer wieder äußern Besucher ihre Bewunderung für die Restaurierung, bedauern aber auch den Zustand des Wasserrades, das zunehmend verfällt“, erzählt Karl Hauk-Zumbülte. So habe man die Entscheidung getroffen, die Erneuerung des Mühlrades anzugehen.

Die Genehmigung vom Denkmalamt in Münster liegt inzwischen vor. Und am Mittwochvormittag waren die fleißigen Helfer des Heimatvereins erstmals vor Ort, um die morschen Überreste des alten Mühlrades zu demontieren. Ist diese Demontage des alten Materials erledigt, wird das neue Rad erbaut – und das in ehrenamtlicher Eigenleistung.

Die Leitung der Arbeiten hat Heimatvereinsvorsitzender Johannes Moormann übernommen, der als gelernter Zimmermann weiß, was zu tun ist. Moormann ist auch der Ansprechpartner für Interessierte, die sich an den Arbeiten beteiligen möchten. Diese werden nach Einschätzung des Heimatvereins noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Wer also Lust hat mitzuhelfen, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 72 42 zu melden.

Bleibt nur ein Problem: die Materialkosten. Bis zu drei Kubikmeter Eichenholz werden benötigt, die Eisenschaufeln müssen von einem metallverarbeitenden Betrieb angefertigt werden. Da komme einiges zusammen, wissen die Heimatfreunde, die für das Baumaterial mit einem finanziellen Aufwand von rund 10 000 Euro rechnen.

Diese Kosten könne seine Familie nicht allein tragen, erklärt Karl Hauk-Zumbülte, „zumal ein neues Rad nur schön aussieht, aber keinen weiteren Nutzen bringt“. Das Projekt ist also weniger ein Privatvergnügen als ein Beitrag zur Sichtbarmachung der Ortsgeschichte und für die Öffentlichkeit gedacht, betont Hauk-Zumbülte. Ziel sei es, die Mühle in Zukunft zu bestimmten Zeiten für Besucher zu öffnen.

Deshalb hoffen die Familie Zumbülte und der Heimatverein, dass Spenden für das Baumaterial zusammenkommen. Diese nimmt der Heimatverein entgegen. Er kann – falls gewünscht – Spendenquittungen ausstellen. Die Konten des Heimatvereins sind die Nummer 10 30 500 bei der Volksbank Nottuln, BLZ 401 64 352, und die Nummer 8200 11 81 bei der Sparkasse Westmünsterland, BLZ 401 545 30.

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