Kriminalstatistik

Gemischte Bilanz in 2019

Nottuln

In der Gemeinde Nottuln hat es 2019 mehr Straftaten gegeben als ein Jahr zuvor: Insgesamt sind in der Polizeistatistik 989 Straftaten gelistet – 69 mehr als im Jahr zuvor..

Frank Vogel

Knapp 1000 Straftaten hat es im vergangenen Jahr in Nottuln gegeben. In den seltensten Fällen dürften dabei Handschellen zum Einsatz gekommen sein. Foto: dpa

Mehr Roheitsdelikte und Sachbeschädigungen, weniger Diebstähle: Gemischt fällt die Bilanz der Kreispolizeibehörde in Sachen Kriminalität in der Gemeinde Nottuln aus. Die Statistik für das vergangene Jahr ist am Montagmorgen veröffentlicht worden.

Danach gab es im vergangenen Jahr insgesamt 989 Straftaten, wohingegen es im Vorjahr 920 Straftaten gab. Straftaten gegen das Leben – also: Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen – gab es im vergangenen Jahr wie schon 2018 nicht.

Bei den „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ haben sich die Zahlen nicht verändert. 2019 wie auch 2018 sind 13 Fälle aktenkundig geworden. Im Unterschied zum Jahr 2018, als zwei Vergewaltigungen in diese Straftatenkategorie fielen, waren es im vergangenen Jahr vier.

Unschön auch die Entwicklung bei den sogenannten Roheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, zu denen unter anderem Raub, räuberische Erpressung und Körperverletzung gehören: Hier stieg die Zahl der Fälle von 161 auf 186, bei den Körperverletzungen von 105 auf 123, bei Raub und räuberischer Erpressung sank die Zahl von fünf auf drei Fälle.

Gesunken ist auch die Zahl der Diebstähle. Sind es in 2018 insgesamt 357 gewesen, so waren es im vergangenen Jahr 324. Während es bei den in diese Kategorie fallenden Tatbeständen Ladendiebstahl (21/Vorjahr: 25), Kfz-Diebstahl (7/3), Diebstahl aus und an Kfz (56/54) und Fahrraddiebstahl (78/73) sinkende Zahlen gab, stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche leicht von 17 auf 19 Fälle.

Deutlich gestiegen ist die Zahl der Sachbeschädigungen. Hier zählte die Polizei im vergangenen Jahr 147 Fälle, 129 waren es im Vorjahr gewesen. Unverändert geblieben ist die Zahl der Rauschgiftdelikte mit 44 statistisch erfassten Fällen.

Ein Blick auf die Aufklärungsquote: Traditionell haben die schweren Verbrechen eine hohe Aufklärungsquote. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt sie unverändert bei rund 85 Prozent, bei den Roheitsdelikten wurden 94 Prozent erreicht (im Vorjahr 89 Prozent). Bei den Diebstählen ist die Quote hingegen deutlich von 34 auf nunmehr knapp 20 Prozent gesunken, genauso wie bei den Sachbeschädigungen, wo die Quote von 45 auf rund 31 Prozent sank. Leicht ging die Aufklärungsquote bei den Rauschgiftdelikten zurück (von rund 98 auf nun 93 Prozent).

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