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Evangelische Friedens-Kirchengemeinde

Glaube und Gemeinschaft früher erfahren

Nottuln

Die Vorbereitung auf die Konfirmation wird sich in der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde deutlich verändern. Die Gemeinde hat eines neues Konzept erarbeitet, das bereits den Drittklässlern Angebote macht. Dafür gibt es Gründe.

Von Ludger Warnke

Pfarrerin Regine Vogtmann, Rosi Gaffrey, Gaby Gers und Diakon Ralf Kernbach (v.l.) arbeiten mit weiteren Mitgliedern aus dem Vorbereitungsteam an der Neukonzeption der Konfirmandenarbeit. Weil ähnliche Konzepte in anderen Kirchengemeinden schon erfolgreich umgesetzt wurden, sind alle zuversichtlich, dass das neue Angebot auch hier in der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde gut ankommen wird. Foto: Ludger Warnke

„Für Glaubensdinge bleibt im Alltag einfach zu wenig Zeit.“ Ralf Kernbach sagt diesen Satz ganz sachlich, als handele es sich nur um eine unbedeutende Nebensächlichkeit. Doch der Eindruck täuscht. Kernbach, evangelischer Diakon, Jugendreferent im evangelischen Kirchenkreis und auch in der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde Nottuln vielfältig engagiert, berührt diese Entwicklung sehr. Familienstrukturen änderten sich, häufig seien beide Elternteile berufstätig, oder es komme zur Trennung. Wo bleibt da im Familienalltag für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, christlichen Glauben und Gemeinschaft zu erfahren, zu leben?

Grundlagen des Glaubens sind leider nicht vorhanden

Diese Frage hat nicht nur den Diakon, sondern das ganze Team der Konfirmandenarbeit in der evangelischen Gemeinde beschäftigt. Denn wenn Kinder und Jugendliche im Alter von 13 Jahren, wie es jetzt praktiziert wird, an der Konfirmandenarbeit (früher Konfirmandenunterricht) teilnehmen, stellen die Katecheten oftmals fest: „Grundlagen des Glauben sind leider nicht vorhanden“, erzählt Pfarrerin Regine Vogtmann. Und nennt dafür auch ein Beispiel. Es geht um die Zehn Gebote, und die Katecheten treffen bei den Kindern auf völlige Unkenntnis, warum das Volk Gottes durch die Wüste gezogen ist, wie die Gebote entstanden sind. „Es fehlen die Grundlagen, auf die wir in der Konfirmandenarbeit aufbauen können“, schildert Vogtmann. Und will das ausdrücklich nicht als Kritik am Religionsunterricht verstanden wissen. „Glaube fängt früher an. Glaube fängt in der Familie an“, sagt die Pfarrerin.

Team erarbeitet neues Konzept

Das Team der Konfirmandenarbeit hat daher viel nachgedacht und will nun ein Konzept umsetzen, das auch in anderen Kirchengemeinden schon sehr erfolgreich praktiziert wird. Statt die Kinder erst im Alter von 13 Jahren auf die Konfirmation vorzubereiten, will man früher beginnen und die Vorbereitung in zwei Altersabschnitten durchführen. „Wir werden in diesem Jahr schon den Drittklässlern, also den Achtjährigen Angebote machen“, betont Pfarrerin Regine Vogtmann und ergänzt: „Es geht um kindgerechte Angebote mit Spaß und Fröhlichkeit.“ Der zweite Teil der Vorbereitung auf die Konfirmation erfolgt dann im Alter von etwa 13 Jahren.

Elternabend

Alle betroffenen evangelischen Familien werden in Kürze einen Brief von der Kirchengemeinde erhalten und zu einem Elternabend am 14. Juni (Dienstag) um 19 Uhr in das Johanneshaus eingeladen. An diesem Abend erhalten sie Informationen, wie das neue Konzept aufgebaut ist, erfahren etwas über die Angebote, die wöchentlichen Treffen und Ausflüge, über die Möglichkeit, sich als Eltern einzubringen und die Kinder zu begleiten. Der eigentliche Start der ersten Konfirmandengruppe nach dem neuen Konzept erfolgt dann am 4. September (Sonntag) mit einem Begrüßungsgottesdienst.

„Wir sind schon sehr gespannt“, hofft das insgesamt zwölf Mitglieder umfassende Vorbereitungsteam auf eine rege Teilnahme der Familien und Kinder.

Wichtig: Für die Kinder, die jetzt schon älter als acht Jahre sind, erfolgt die Vorbereitung auf die Konfirmation wie bisher weiterhin ab 13 Jahre.

Übrigens: Die evangelische Kirchengemeinde sucht noch einen griffigen Slogan für die neue Form der Konfirmandenarbeit. Alle Gemeindemitglieder dürfen gerne Vorschläge einreichen.

Für Fragen und Informationen zum neuen Konzept oder zum kommenden Elternabend steht Pfarrerin Regine Vogtmann gerne als Gesprächspartnerin zur Verfügung (Telefon 0 25 02/ 22 31 10, E-Mail: regine.vogtmann@unter-dem-kreuz.de).

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