1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Großes Interesse an der Fotovoltaik

  8. >

Initiativkreis ZAK Schapdetten

Großes Interesse an der Fotovoltaik

Schapdetten

Schapdetten wird ein ganz Stück solarer. Sieben Fotovoltaikanlagen sind im vergangenen Quartal bereits installiert worden, weitere werden folgen.

Ludger Warnke

Mit einer 1000-Euro-Spende fördert die Firma SK Solar aus Havixbeck die Arbeit des Initiativkreises ZAK (Schapdettens Zukunft aktiv und kreativ gestalten). ZAK-Sprecher Dr. Dietmar Thönnes (3.v.l.) dankte SK-Solar-Projektingenieur Nikolas Specht (4.v.r.) für die Unterstützung. Karsten Danker (2.v.r.) als Ansprechpartner für die Solarinitiative freut sich, dass die Fotovoltaik in Schapdetten auf dem Vormarsch ist. Foto: Ludger Warnke

Die von Karsten Danker ehrenamtlich betreute Solarinitiative in Schapdetten zeigt Wirkung. Im vergangenen Quartal konnten bereits zehn neue Fotovoltaikanlagen für Schapdetten vereinbart werden. Sieben Anlagen sind sogar schon auf Hausdächern montiert und in Betrieb genommen worden, zog Danker im Nachgang zu der in dieser Woche stattgefundenen Arbeitssitzung des Initiativkreises ZAK – Schapdettens Zukunft aktiv und kreativ gestalten ein positives Zwischenfazit. Sechs weitere konkrete Interessenten für eine Fotovoltaikanlage stehen derzeit auf einer Warteliste. Und es werden noch mehr erwartet, schließlich waren zu einer Infoveranstaltung vor einigen Monaten gut 40 Schapdettener gekommen. Interessenten können sich weiterhin bei Karsten Danker informieren (mail@karsten-danker.de).

Für den Ausbau der Fotovoltaik in Schapdetten arbeitet der Initiativkreis eng mit der Firma SK Solar aus Havixbeck zusammen. SK-Solar-Projektingenieur Nikolas Specht berichtete, dass die zehn neuen Fotovoltaikanlagen eine Nennleistung von 94 Kilowatt peak (kWp) haben, womit etwa rund 80 000 kWh Strom erzeugt werden können. Das reicht – grob gerechnet – aus, um etwa 22 Haushalte mit einem Jahresbedarf von 3500 kWh zu versorgen.

Mitgebracht hatte Specht eine 1000-Euro-Spende, mit der das Unternehmen die Nachhaltigkeitsarbeit des Initiativkreises unterstützt.

Ausgehend von den Ergebnissen der Ende Oktober durchgeführten Dorfwerkstatt beschäftigt sich der Initiativkreis ZAK mit seinem Sprecher Dr. Dietmar Thönnes mit einer ganzen Reihe von Projekten aus dem Handlungsfeld Klimaschutz, Energie und Dorfökologie. So gibt es zum Beispiel Projektideen für eine Streuobstwiese, für eine Grünstreifen-Bepflanzung, für einen Dorfgarten und ein Dorfbackhaus und auch für Themenabende zum Bereich „Bewusster und nachhaltiger leben“. An vielen Projektideen wird engagiert und parallel gearbeitet, wie die Arbeitssitzung am Mittwoch deutlich machte.

Ein weiteres Projekt als Ergebnis der Dorfwerkstatt ist die Realisierung einer Dorf-App. Diese Smartphone-App soll als Plattform dienen, zum Beispiel für einen Veranstaltungskalender, für eine Tausch- und Mitfahrerbörse.

Am ZAK-Treffen in dieser Woche nahm auch Wirtschaftsförderer Christian Driver von der Gemeinde Nottuln teil, da die Gemeinde möglicherweise als Projektpartner in Frage kommt. Driever berichtete, dass die Kommunen zusammen mit dem Kreis Coesfeld an einer Digitalstrategie für die Bereiche Wirtschaft, Tourismus und Ortskerne arbeiten. Die Gemeinde Nottuln sei außerdem eine Kooperation mit Unitymedia eingegangen. Nottuln sei neben Ascheberg und Nordkirchen eine von drei Modellkommunen im Kreis Coesfeld für den Aufbau eines Funknetzes für Smart-City-Anwendungen (LoRaWAN = Long Range Wide Area Networking). Dafür werden in jedem Ortsteil der Gemeinde zwei Antennen montiert. Ein Beispiel für eine mögliche Nutzung ist eine „intelligente Straßenbeleuchtung“, bei der Straßenlaternen nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden. Deutlich wurde, dass viele Fragen zur Dorf-App noch weiter zu klären sind. Wirtschaftsförderer und Initiativkreis wollen in engem Kontakt bleiben.

Startseite