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Erfahrung aus dem Wahlkampf

Häufiger mit den Bürgern sprechen

Nottuln

Der Wahlkampf und die Kommunalwahlen sind zwar vorbei, doch CDU-Politiker Georg Schulze Bisping setzt weiter auf Bürgergespräche. Er verspricht: „Für mich steht fest, dass ich in meinem Wahlbezirk in Nottuln-Süd nun noch regelmäßiger und noch häufiger das Gespräch suchen werde.“

Ludger Warnke

Die Parksituation in der Steinstraße ist nach den Beobachtungen der Anlieger ein großes Problem – nicht nur für die Fahrer der Linienbusse. Foto: Ludger Warnke

Der Wahlkampf ist vorbei, der Ausgang der Kommunalwahl in Nottuln steht fest, doch die vielen Erfahrungen aus den Bürgergesprächen wirken nach. Der wiedergewählte CDU-Ratsherr Georg Schulze Bisping verspricht: „Für mich steht fest, dass ich in meinem Wahlbezirk in Nottuln-Süd nun noch regelmäßiger und noch häufiger das Gespräch suchen werde.“

Der Nottulner CDU-Politiker zieht einerseits ein positives Fazit der Wahl: „Das Wahlergebnis vom 13. September zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde den CDU-Kandidaten am Ehesten zutrauen, sich ihrer Sorgen und Wünsche anzunehmen“, erklärt er. Andererseits äußert er sich auch selbstkritisch: „Die große Resonanz an den Ständen hat auch gezeigt, dass Verwaltung und Politik bisher zu wenig mit den Bürgerinnen und Bürgern kommunizieren.“

Vor allem die Erfahrungen aus den Bürgergesprächen, die er zusammen mit seiner neuen Ratskollegin Regina Theopold an der Ecke Steinstraße/Hovestadt durchgeführt hat, hätten ihn in dieser Ansicht bestärkt, erklärt Schulze Bisping. Viele Bürger hätten ihre Sorgen und Anliegen ganz konkret geschildert. Vor allem die Verkehrssituation auf der Steinstraße bewege viele Anwohner. Die ungeregelte Park-Situation auf der Straße führe nach den Schilderungen oftmals dazu, dass der Bus kaum durchkomme. Busfahrer würden manchmal bei Anliegern klingeln, damit diese ihre Autos wegfahren. Das sei, gerade wenn nicht der Verursacher angesprochen sei, natürlich ein unhaltbarer Zustand.

Wenn die Straße aber dann frei sei, werde oftmals zu schnell gefahren. Gerade an der Einmündung Ketteler-Straße/Steinstraße führe das oft zu brenzligen Situationen. Die Kettelerstraße mündet mit etwas Gefälle in die Steinstraße und wenn Kinder mit ihren Fahrrädern und anderen Fahrzeugen dann in die Steinstraße rollen, höre man regelmäßig starke Bremsen.

Von Anliegern sei daher der Vorschlag gekommen, Parkbuchten zu markieren, um so zu einem geregelten alternierenden Parken zu kommen. Dadurch könnte einerseits eine Temporeduzierung erreicht werden, anderseits bliebe die Straße jederzeit befahrbar.

Auch wünschten sich die Anwohner, dass die mobile Geschwindigkeits-Messanlage der Gemeinde auch mal in der Steinstraße eingesetzt wird. Diese habe eine disziplinierende Wirkung.

Ein weiteres Thema war die Grünpflege in der Gemeinde. Hier wünschten sich die Anwohner, dass die Sichtdreiecke an den Einmündungen regelmäßiger und besser beschnitten werden, damit gefährliche Situationen nicht durch „Unsichtbarkeit“ noch gefährlicher werden, berichtet Georg Schulze Bisping.

Natürlich sei auch das geplante Baugebiet „südlich Lerchenhain“ ein Thema gewesen. Anwohner hätten hier erneut ihre Sorgen bezüglich der künftigen Verkehrsbelastung und der zusätzlichen Belastung der Kanalisation vorgetragen, schildert das Ratsmitglied. Für ihn sei aber klar, allein auf den Nottulner Norden zu setzen, wo Grundstückspreise von mehr als 300 Euro/m2 gezahlt werden mussten, sei nicht sonderlich familienfreundlich. Schulze Bisping: „Ich werde mich daher weiter dafür einsetzen, dass das Baugebiet südlich Lerchenhain realisiert wird.“

Auch wenn es bei manchen Themen bei gegensätzlichen Meinungen geblieben sei, so hält der Nottulner dieser Bürgergespräche für sehr wichtig. Schulze Bisping: „Das Wahlergebnis gibt mir den Auftrag, die Anregungen und Ideen der Bürger ins Rathaus zu tragen.“

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