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RNG spendet an Grünhelme und Cap Anamur

Hilfe auch in schwieriger Zeit

Nottuln

Mit ihrem jüngsten Sponsorenlauf haben die Schüler vom Rupert-Neudeck-Gymnasium Spenden in Höhe von 13.500 Euro erlaufen. Ein tolles Ergebnis. Rupert Neudeck wäre sicher stolz auf sie.

Von Iris Bergmann

Die Schüler- und Elternvertreter sowie Schulleiterin Jutta Glanemann (l.) und Lehrerin Christine Westerburg (mit Scheck, l.) übergaben die Spende an Stephanie Berg (mit Scheck, r..) von Cap Anamur. Es fehlt Yvonne Neudeck von den Grünhelmen. Foto: Iris Bergmann

„Mein Vater wäre sehr stolz auf euch“, versicherte Yvonne Neudeck den Schülerinnen, Schülern, dem Lehrerkollegium und den Elternvertretern in einem Brief. Die Tochter von Rupert Neudeck, dem Namensgeber des Nottulner Gymnasiums, wäre gern als Vertreterin des Vereins Grünhelme in die Schule gekommen, doch Corona verhinderte es. Gekommen war aber Stephanie Berg von der Organisation Cap Anamur Deutsche Notärzte. Sie nahm die durch den Sponsorenlauf eingenommenen Spenden persönlich entgegen.

Spenden für Grünhelme und Cap Anamur

Lehrerin Christine Westerburg hatte in diesem Jahr zum dritten Mal die Fäden für die Schulveranstaltung in der Hand, aber wegen der Pandemie konnte die Spende erst jetzt zum ersten Mal persönlich übergeben werden. Seit vielen Jahren wird der Sponsorenlauf des Rupert-Neudeck-Gymnasiums (RNG) erfolgreich durchgeführt und konnten bereits viele Projekte finanziell unterstützt werden. Heuer haben die ambitionierten Gymnasiasten 13.500 Euro erlaufen. Nach demokratischer Abstimmung sollte das Geld jeweils zur Hälfte an die Grünhelme und an Cap Anamur gehen. „In diesem Jahr waren wir auf die Gesundheitsfürsorge und -vorsorge fokussiert“, erklärte Schulleiterin Jutta Glanemann.

Hilfsprojekt in Afghanistan

Stephanie Berg erzählte den Anwesenden, dass mit der Summe die Ausbildung von Mädchen und Frauen zur Krankenpflegerin in Afghanistan unterstützt werden kann. Seit der Machtübernahme der Taliban 2021 dürften Mädchen ab der sechsten Klasse nicht mehr zur Schule gehen und keine Ausbildung machen. Und: „Die medizinische Versorgung in dem Land ist eine Katastrophe.“ Durch Verhandlungen mit den Taliban dürfe Cap Anamur weiter Mädchen für die Krankenpflege ausbilden, so Berg. „Die Taliban erlauben das, weil sie die Menschen für die medizinische Versorgung brauchen.“ Das habe allein praktische Gründe.

Krankenstation in Sierra Leone

Die Grünhelme, für die Yvonne Neudeck sich einsetzt, werden mit dem Geld eine Krankenstation im westafrikanischen Land Sierra Leone errichten. Dort können dann Frauen ihre Babys sicher unter medizinischer Begleitung zur Welt bringen oder es kann Kindern mit Malaria geholfen werden. Neudeck freute sich, dass trotz schwieriger Zeiten mit Pandemie und steigenden Kosten „ihr dabei die Außenwelt nicht ausgeklammert habt“ und durch das Engagement ein solch großer Spendenbetrag gesammelt werden konnte.

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