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Weihnachtsspendenaktion der FI Nottuln

Hungernden Kindern in Afghanistan helfen

Nottuln

In Afghanistan ist die Situation dauerhaft schwierig. Vor allem leiden auch die Kinder. „Ärzte ohne Grenzen“ hilft, wo es geht. Und die Friedensinitiative bittet die Bürgerinnen und Bürger, dies ebenfalls zu tun.

„Ärzte ohne Grenzen“ versucht in Afghanistan zu retten, was zu retten ist. Hier das stationäre therapeutische Ernährungszentrum im Regionalkrankenhaus Herat.

„Die Kinder in Afghanistan nicht sterben lassen!“ Weihnachten 2021 ruft die Friedensinitiative Nottuln (FI) wieder zu ihrer Spendenaktion auf – diesmal zugunsten der Menschen in Afghanistan. „Wieder Afghanistan! Das Land kommt nicht zur Ruhe. Nach 20 Jahren Kriegseinsatz des Westens lassen die Truppen nach dem Abzug das Land in großer Not zurück“, heißt es in dem Spendenaufruf der FI.

Nach Einschätzung der UNO seien 18,8 Millionen Afghanen nicht in der Lage, sich selbstständig zu ernähren. Und die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ schreibt: „Mangelernährung bei Kindern ist ein dauerhaftes Problem in Afghanistan, doch derzeit liegen die Zahlen deutlich höher als gewöhnlich. Gründe sind neben der wirtschaftlichen Krise eine anhaltende Dürre, Lebensmittelknappheit und der Umstand, dass viele Menschen vor den Kämpfen aus ihren Dörfern geflohen sind.“

Mangelernährung ist ein dauerhaftes Problem

„Ärzte ohne Grenzen“ versucht in Afghanistan zu retten, was zu retten ist. Die diesjährige Spendenaktion der Friedensinitiative wird den Ärzten bei dieser wichtigen Arbeit helfen.

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich die FI mit Afghanistan, unterstützte immer wieder die Menschen dort mit Spenden und Spendenaktionen: „Das ist unsere Art der humanitären Intervention! Schön wäre es, wenn wir auch in diesem Jahr einen großzügigen Geldbetrag überweisen könnten.“ Die FI bittet nun alle Bürgerinnen und Bürger, wieder mitzuhelfen.

Wie die Spenden Leben retten können, dafür nennt „Ärzte ohne Grenzen“ Beispiele: Ein Kit Wundversorgung kostet 158 Euro. Enthalten sind 50 sterile Wundverbände. Ein-Basis-Kit Medikamente für 1000 Menschen für drei Monate kostet 1287 Euro. Ein Kit Operationsmaterial 16 889 Euro. 100 Operationen können damit durchgeführt werden.

„Schön wäre, wenn wir wieder einen großzügigen Betrag überweisen könnten.“

Dem Spendenbrief hat die FI einen Bericht einer Ärztin beigelegt, die zurzeit in Lashkar Gah in der Nähe von Kandahar in Afghanistan arbeitet: „Unser Krankenhaus bietet Platz für 300 stationäre Patienten, aktuell ist es an der Kapazitätsgrenze. Wir behandeln mehr Menschen, als wir Betten haben. Und je mehr wir in der Notaufnahme aufnehmen, desto größer wird das Problem. Viele warten sehr lange, während wir versuchen, einen Platz für sie zu finden. Auf der Kinderstation kommen zwei Patienten auf ein Bett, aber wir haben immer noch Probleme, alle unterzubringen.

Jeden Tag kommen 80 bis 100 Schwerkranke neu dazu. Sodass wir gezwungen sind, andere, weniger kritische Patienten zu entlassen, um Platz zu schaffen. Das ist eine der großen Herausforderungen im Moment. Ich weiß nicht, wie wir das langfristig lösen können.“

Schon jetzt bedankt sich Norbert Wienke, Geschäftsführer der FI, bei allen, die mit einer Spende die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützen werden.

Spenden können überwiesen werden auf das Konto der Friedensinitiative Nottuln bei der Sparkasse Westmünsterland; IBAN: DE49 4015 4530 0082 5027 17; Stichwort „Ärzte ohne Grenzen“. In Absprache mit der Geschäftsführung von „Ärzte ohne Grenzen“ wird das Geld zeitnah transferiert, verspricht die FI. Abzugsfähige Spendenquittungen schickt sie unaufgefordert zu, wenn bei der Überweisung Name und Anschrift mitgeteilt werden.

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