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Stundenlanger Einsatz von Bauhof und Feuerwehr

Hydrauliköl verwandelt Straßen in schmierige Rutschbahnen

Nottuln

Stundenlang waren am Dienstag Feuerwehr, Bauhof und eine Fachfirma im Einsatz, um ausgelaufenes Hydrauliköl von den Straßen zu entfernen. Der Verursacher bekommt die Rechnung präsentiert.

-luw-

Ausgelaufenes Hydrauliköl verwandelte am Dienstag die Straßen im Nottulner Ortskern in eine Rutschbahn. Zwei Spezialfahrzeuge einer Fachfirma sowie Feuerwehr und Bauhof waren stundenlang im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und Öl zu beseitigen. Foto: Ludger Warnke

Ein Fahrzeug der Müllabfuhr hat am Dienstagmorgen großflächig Hydrauliköl verloren und damit fast den ganzen Nottulner Ortskern in eine gefährliche Rutschbahn verwandelt. Der Gemeindebauhof, die Freiwillige Feuerwehr und zwei Spezialfahrzeuge einer Fachfirma für Ölspurbeseitigung waren stundenlang im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und das Öl zu beseitigen.

Nach Angaben der Gemeinde Nottuln bedeckte das Hydrauliköl die Fahrbahn der Daruper Straße vom Ortseingang bis zum Kreisverkehr Schapdettener Straße, ferner die komplette Burgstraße, die Roibartstraße, die Straße Auf der Heide, den Hanhoff und alle Straßen des historischen Ortskerns rund um die Kirche.

Da Hydrauliköl wesentlich schwieriger zu entfernen ist als ausgelaufener Diesel, beauftragte die Gemeinde eine Fachfirma mit der Reinigung der Fahrbahnen. „Glücklicherweise konnt die Firma zwei Spezialfahrzeuge nach Nottuln schicken, sonst hätte die Straßenreinigung wohl noch mehr Zeit in Anspruch genommen“, bilanzierte Gemeinderechtsrat Stefan Kohaus am Nachmittag.

In Regenbogenfarben schillerte das ausgelaufene Hydrauliköl auf den nassen Straßen. Foto: Ludger Warnke

Die Freiwillige Feuerwehr wurde um 8.40 Uhr alarmiert, wie Feuerwehrsprecher Tobias Plogmaker auf WN-Anfrage mitteilte. Die Löschzüge Darup und Nottuln rückten mit jeweils zehn Feuerwehrleuten und zwei Einsatzfahrzeugen aus. Zunächst wurde an der Ecke Dülmener Straße/Potthoff das defekte Müllfahrzeug gesichert und dort das dort ausgelaufene Hydrauliköl eingedämmt. Darüber hinaus sperrte die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Sven Hüls zusammen mit dem Gemeindebauhof besonders rutschige Stellen für den Verkehr und versuchte an sensiblen Stellen wie den Gullyeinläufen ein Verteilen des Hydrauliköls zu verhindern. Erst um 14 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden.

Nach ersten Erkenntnissen haben sich die Verkehrsteilnehmer sehr umsichtig verhalten. Der Gemeinde ist bislang nur der Fall eines Radfahrers bekannt, der auf dem Ölfilm stürzte, aber wohl unverletzt blieb.

Da der Verursacher der Ölspur bekannt ist, werden ihm nun sämtliche Kosten – Feuerwehr, Bauhof, Fachfirma, Ordnungsamt – in Rechnung gestellt. Es wird auf eine fünfstellige Summe hinauslaufen.

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