1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. „Ich habe einen schönen Beruf“

  8. >

Jutta Marx, Leiterin der Evangelischen Magdalenen-Kita, geht in den Ruhestand

„Ich habe einen schönen Beruf“

Nottuln

Die langjährige Leiterin der Evangelischen Magdalenen-Kita Jutta Marx geht in den Ruhestand. Sie hat die Magdalenen-Kita von Beginn an mitgestaltet und neue Konzepte aufgebaut. Für ihre neu gewonnene Freizeit hat sie bereits einige Pläne.

Von Marita Strothe

Jutta Marx (l.) freut sich, dass Jana Haustein im Oktober die Leitung des Evangelischen Familienzentrums Magdalenen-Kita übernimmt. Foto: Marita Strothe

„45 Jahre sind genug“, stellt Jutta Marx schmunzelnd fest. So lange arbeitet die Leiterin des Evangelischen Familienzen­trums Magdalenen-Kita schon als Erzieherin. Jetzt freut sie sich auf ihren neuen Lebensabschnitt. Zum 1. Oktober wird sie Ruheständlerin. „Das wird bestimmt nicht langweilig“, sagt sie. Neben einigen Hobbys hat sie sich für Oktober einen jungen Hund gekauft. Sie wollte schon länger wieder einen Hund haben, erzählt Jutta Marx, und dann habe sie Zeit für die Erziehung eines Welpen. Auch kleine Menschenkinder spielen weiterhin eine große Rolle in ihren Leben. „Im Mai ist mein viertes Enkelkind auf die Welt gekommen“, verrät die stolze Großmutter.

Und die Federführung in der Magdalenen-Kita, die sie seit der Gründung 1990 leitet, gibt sie ganz optimistisch an ihre Kollegin Jana Hau­stein, die sich für die Leitung fortgebildet hat, weiter. „Ich bin sehr sicher, dass mit ihr das offene Raumkonzept erhalten bleibt“, so Jutta Marx. Menschlichkeit, Wertschätzung, Offenheit und Teamgeist sind seit der Gründung der Magdalenen-Kita die Basis der pädagogischen Arbeit mit den Familien und eine Herzensangelegenheit der Leiterin.

Viele Veränderungen in 45 Jahren

„Ich habe einen schönen Beruf“, betont Jutta Marx. „Er hat mir immer Spaß gemacht und ist nie langweilig geworden“, blickt sie auf die 45 Jahre zurück. Die Kita-Arbeit habe sich in der Zeit verändert. Für die Einrichtungen seien Konzepte wichtig, die Kinder stark zu machen. Dazu passt die in der Magdalenen-Kita praktizierte Offene Arbeit, bei der jedes Kind für sich gemeinsam mit anderen Kindern seinen Tag gestaltet. Es bestimmt, in welchen Räumen es spielt und welche Materialien es benutzt. 

Bei ihrer Gründung vor 31 Jahren hatte noch die Evangelische Friedens-Kirchengemeinde Nottuln die Trägerschaft der Kita, entsinnt sich Jutta Marx. Und Pfarrer Manfred Stübecke habe das Konzept der Offenen Arbeit von Anfang an unterstützt. „Das brauchte damals viel Überzeugungskraft gegenüber den Eltern.“ Heute gehört die Kita zum Trägerverbund der Kindertageseinrichtungen Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken.

Privat habe sie und ihre Familie damals Unterstützung beim Einleben vom Ruhrpott ins Münsterland gebraucht, erinnert sich Jutta Marx. Zuvor hatte sie eine dreizügige Einrichtung in Lünen geleitet. Die Zusage ihrer neuen Arbeitsstelle machte einen Umzug nötig. Mit Hilfe ihrer neuen Nachbarn und ihrem Engagement im Vereinsleben habe sich die Familie aber gut in Appelhülsen eingelebt.

Kinderbetreuung in zweiter Generation

Und nicht nur die drei Kinder von Jutta Marx wurden größer. Heute kann sie sich in der Kita bereits über Jungen und Mädchen freuen, deren Eltern bereits bei ihr in den Kindergarten gegangen sind und ihr bestätigen, immer ein gutes Gefühl bei ihr gehabt zu haben.

Das Lob gibt die Kita-Leiterin gerne zurück: „Wir haben eine tolle Elternschaft, mit der wir all die Jahre partnerschaftlich zusammenarbeiten“, weiß Jutta Marx, dass sich auch Jana Haustein als zukünftige Leiterin des zertifizierten Familienzentrums auf die Elternschaft verlassen kann.

Startseite