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Karl und Gerda Hensmann feiern diamantene Hochzeit

Immer sozial engagiert gewesen

Appelhülsen

Vor 60 Jahren, am 18. Oktober 1961, gaben sich Gerda und Karl Hensmann in Appelhülsen das Ja-Wort. Beide engagierten sich über Jahre hinweg in Vereinen und Verbänden in ihrem Heimatort. Und so haben sich bereits einige Gratulanten angekündigt.

Von Marita Strothe

Am 18. Oktober 1961 gaben sich Gerda und Karl Hensmann das Ja-Wort. Heute feiern die beiden ihre diamantene Hochzeit. Foto: Marita Strothe

„Ich bin ja nicht von hier“, erzählt Gerda Hensmann schmunzelnd. Aber mittlerweile ist die gebürtige Südlohnerin gut 60 Jahre in Appelhülsen zu Hause. Am 18. Oktober 1961 gab sie ihrem Mann Karl in der Kirche das Ja-Wort und lebt seitdem mit ihm an der Brulandstraße. Dort feiern die beiden heute ihre diamantene Hochzeit.

Am 1. Oktober 1957 war das 18-jährige „Fräulein“ Artmeyer für eine Hauswirtschaftslehre bei Schulze Frenking nach Appelhülsen gekommen. „Damals ein Ort mit anderthalbtausend Einwohnern“, erinnert sich die Jubilarin, die gar nicht mehr sagen kann, wann sie ihrem Karl das erste Mal begegnet ist. „Man kannte sich.“

Mit dem Motorroller gemeinsam zur Kirmes

Als Lehrmädchen beim Dorfschulzen gehörte sie zur Landjugend. Karl Hensmann war bereits Mitglied im Schützenverein sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr. Und „er hatte einen Motorroller. Damit hat er mich mal eben zur Südlohner Kirmes gefahren“, weiß Gerda Hensmann noch, dass er ihr damit zu Beginn ihrer Beziehung die umständliche dreistündige Fahrt mit der Bahn erspart hat.

Im Jahr ihrer diamantenen Hochzeit, die amtliche war schon im August, wurde Karl Hensmann bereits besonders für seine 70-jährige Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein Appelhülsen geehrt. Ebenso lange währt seine Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Appelhülsen. Jahrelang war er dort aktiv und ergänzte sein soziales Engagement außerdem als eifriger Blutspender. Nach einem ersten Schlaganfall vor 19 Jahren ist er mittlerweile sprachlich sehr eingeschränkt. Wegen weiterer gesundheitlicher Handicaps muss er zu Hause gepflegt werden.

Vielfältiges soziales Engagement

Da ist ihm die Nähe seiner Frau Gerda wichtig. In jüngeren Jahren engagierte die sich bei der Katholischen Frauengemeinschaft und in der Kirchengemeinde. Zwölf Jahre gehörte Gerda Hensmann zum Leitungsteam der kfd Appelhülsen, 44 Jahre arbeitete sie als Helferin für die Frauengemeinschaft. Mitglied im Pfarrgemeinderat (heute Pfarreirat) von St. Mariä Himmelfahrt war sie vier Jahre.

Da freuen sich die beiden Jubelhochzeiter ganz besonders, dass sich am heutigen Montag neben den Vertretern der Vereine auch Pfarrer Johannes Gospos zu einem Gratulationsbesuch angekündigt hat.

Bereits am Sonntagmittag traf sich Familie Hensmann zum gemeinsamen Essen. Drei Töchter sind im Haus der Jubilare groß geworden und leben noch in der Nähe ihrer Eltern. Die Älteste, die 16 Monate nach der Hochzeit zur Welt kam, wohnt heute in Münster. Die Mittlere der Schwestern wohnt in die oberen Wohnung in ihrem Geburtshaus und die Jüngste lebt in Buldern. Sechs Enkelkinder, fünf Jungen und ein Mädchen, gehören mittlerweile dazu.

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