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Mobiles Notstromaggregat für die Feuerwehr

Investition für die Bürger

Nottuln

Es ist Teil eines umfassenden Plans zum Katastrophenschutz und nicht nur deshalb von großer Bedeutung: das neue mobile Notstromaggregat, das Feuerwehr und Gemeinde jetzt vorgestellt haben.

Ludger Warnke

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nottuln verfügt nun über ein leistungsfähiges mobiles Notstromaggregat, das am Mittwoch (v.l.) stellvertretender Wehrleiter Heinz Mentrup, Fachbereichsleiter Stefan Kohaus, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Wehrleiter Udo Henke vorstellten. „Das ist eine gute Investition für den Fall der Fälle“, betonte Henke. Foto: Ludger Warnke

Der jüngste Neuzugang im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln glänzt nicht nur mit einer makellosen Lackierung in Feuerwehrrot und modernster Ausstattung. Auch die inneren Werte wie Zuverlässigkeit und Langlebigkeit begeistern die Wehr.

Seit Kurzem verfügt die Feuerwehr über ein „leistungsstarkes Notstromaggregat eines guten Herstellers“, wie Wehrleiter Udo Henke am Mittwoch bei der Präsentation der Neuanschaffung erläuterte. Auf einem 2,5 Tonnen schweren Anhänger ist ein Dieselmotor montiert, der ein Notstromaggregat mit 80 Kilowatt Leistung antreibt. 72 000 Euro hat die Gemeinde Nottuln investiert. „Das ist Vorsorge für die Bevölkerung“, betonte Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes am Mittwoch. Und Wehrleiter Henke sprach von einer „guten Investition für den Fall der Fälle“.

Die Anschaffung des Notstromaggregates ist Teil eines umfassenden Konzeptes, mit dem sich Gemeinde und Feuerwehr besser auf Katas­trophenfälle vorbereiten wollen, erläuterte stellvertretender Wehrleiter Heinz Mentrup. Wenn ein längerfristiger Stromausfall eintritt, egal aus welchen Gründen, müsse die Feuerwehr dennoch einsatzfähig bleiben.

Deshalb sind alle vier Feuerwehrgerätehäuser in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten so nachgerüstet worden, dass dort eine Notstromeinspeisung vorgenommen werden kann (in Schapdetten laufen die Installationsarbeiten aktuell noch). Dafür können die Löschzüge in den Ortsteilen auf die kleineren Aggregate auf den Einsatzfahrzeugen zurückgreifen. Bei Bedarf kann aber auch das neue, leistungsfähigere Stromaggregat eingesetzt werden. Aus jedem Löschzug sind zwei Feuerwehrkameraden in die Handhabung dieses Gerätes eingewiesen worden.

Das neue Stromaggregat ist im Nottulner Feuerwehrgerätehaus an der Appelhülsener Straße stationiert. Es ist so leistungsfähig, dass damit nicht nur alle elektrischen technischen Einrichtungen für die Wartung der Fahrzeuge und Ausrüstung (zum Beispiel Kompressoren in der Atemschutzgerätewerkstatt) im Notfall betrieben werden können, das Gerät hat Reserven, um noch weitere elektrische Anlagen zu betreiben, beispielsweise eine Küche oder zusätzliche Heiz- und Lichtanlagen. „Wir gehen davon aus, dass in einem Katastrophenfall unsere Feuerwehrgerätehäuser Anlauf-Inseln für die Bevölkerung sind“, verdeutlicht Heinz Mentrup.

Zum Konzept gehört ferner, auch andere Standorte wie zum Beispiel die Gemeindeverwaltung so auszurüsten, dass dort bei Bedarf eine Notstromeinspeisung möglich ist. Auch dem Krankenhaus könnte die Feuerwehr bei Stromausfall nun besser helfen, falls es dort trotz des vorhandenen eigenen Notstromaggregates zu Problemen kommen sollte.

Wehrleiter Udo Henke sieht in der Anschaffung aber nicht nur Vorteile für den Katastrophenschutz. Auch bei den regulären Feuerwehreinsätzen könne das neue Notstromaggregat eine wertvolle Hilfe sein. Henke verweist zum Beispiel auf Einsätze auf Bauernhöfen, wenn wegen eines Brandes die Stromversorgung ausfällt. Nun könne man auch einen Melkstand oder die Klimaanlage eines Stalles mit ausreichend Strom versorgen. Udo Henke: „Dieses Notstromaggregat ist eine gute Investition für die Bürger.“

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