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Publikum genießt „Swinging December“ der Hale-Bopp-Big-Band

Jazzpoeten waren das i-Tüpfelchen

Nottuln

Dass Matthias Beckmann stolz darauf ist, mit der Hale-Bopp-Big-Band als deren Leiter zusammenzuarbeiten, hat seinen Grund: Das erfahrene Ensemble sorgt immer wieder für tolle Konzerte.

Von Marita Strothe

Die Hale-Bopp-Big-Band unter der Leitung von Matthias Beckmann sorgte wieder für einen "Swinging December". Foto: Marita Strothe

Mit „A String of Pearls“, einem Klassiker der Big-Band-Ära der 1940er-Jahre, begrüßte die Hale-Bopp-Big-Band am Samstagabend musikalisch ihr Publikum zum „Swinging December“ im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. „Zwei Jahre konnten wir nicht spielen“, erinnerte Trompeter Hans von Lützau, der den Abend moderierte, die rund 100 Gäste. Deshalb sei die Bigband besonders froh, dass so viele Leute gekommen seien.

Und die genossen an diesem Abend ein abwechslungsreiches Programm, das die Band unter Leitung von Matthias Beckmann einstudiert hatte. Nach „Here, there and everywhere“, einem Stück, das Paul McCartney und John Lennon vor einem Swimmingpool komponiert haben, wie von Lützau wusste, stellte der Dirigent dem Publikum die Musikerinnen und Musiker namentlich vor. „Ihnen ist bekannt, dass ich sehr experimentierfreudig bin“, schmunzelte Beckmann. „Jazz lebt von Spontanität“, meinte der Bandleader und trat kurz die Leitung an einen Freiwilligen aus dem Publikum ab. Zusammen mit Hans Hansen, wie dieser sich vorstellte, zählte er die Band ein, ehe er wieder die Leitung übernahm.

Interessante Informationen und lustige Einlage

„Ganz viele Liebessongs haben wir im Programm“, stellte Hans von Lützau beim Ankündigen der Stücke fest. Das sei ihm erst richtig beim Vorbereiten seiner Moderation bewusst geworden. So trug er dem Publikum unter anderen den übersetzten Text des Standards „When I fall in Love“ vor, ehe die Musikerinnen und Musiker das Stück spielten: „Wenn ich mich verliebe, wird es für immer sein oder ich verliebe mich nie . . .“

Aber nicht nur die Nottulner Bigband sorgte für einen gelungenen Konzertabend. Als musikalische Gäste waren die Jazzpoeten aus Münster mit dabei. Das Trio aus Sängerin Mano, Komponist und Pianist Volker Rasch und Bassist Jan Kobrzinowski unterhielt bestens mit humorvollen deutschen Texten rund um die Freuden und Tücken der Liebe. Da bekamen die Zuhörer von Mano originelle Strategien präsentiert, wie man sich einen Mann angelt, wie man ihn behält und wie man ihn – wenn nötig – auch wieder loswird.

Gäste beim „Swinging December“ waren diesmal die Jazzpoeten aus Münster. Foto: Marita Strothe

Die gewünschte Zugabe gaben die Drei in Form von zwei Stücken, die sie zusammen mit der Hale-Bopp-Big-Band präsentierten. „Es hat viel Spaß gemacht mit euch zusammen“, bedankte sich von Lützau bei dem Trio, ehe die Band sich mit dem letzten Stück „A Night in Tunesia“ von Dizzy Gillespie vom Publikum verabschiedete.

„Ich bin ganz stolz auf die Bigband, die ich seit zwei Jahren leiten darf“, blickte Matthias Beckmann auf das Konzert zurück. Und ohne Zugabe musste zum guten Schluss niemand nach Hause gehen. Mit „Birdland“, einer Hommage an den New Yorker Jazz-Club Birdland in der 52. Straße in Manhattan sagte die Band auf Wiedersehen.

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