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Initiativen wollen Carsharing voranbringen

Jetzt auch in anderen Ortsteilen?

Nottuln

In Appelhülsen funktioniert es schon länger. Jetzt sollen auch die anderen Ortsteile Stationen erhalten. Allerdings müssen sich genügend Interessierte dafür finden.

wn

Haben das Carsharing-Projekt in Appelhülsen auf die Beine gestellt: (v.l.) der Appelhülsener Jörg Köchling, Klimaschutzbeauftragte Petra Bunzel, Rebecca Bracht von Stadtteilauto Münster und Bernd Gehrmann vom gleichnamigen Autohaus. Foto: Iris Bergmann

Das Thema ist aktuell: Wie berichtet, hat der Kreis Coesfeld das interkommunale Projekt „Smart City“ gestartet und plant in dessen Rahmen unter anderem, mit dem Aufbau eines Netzwerks von Mobilstationen mehr Raum für eine nachhaltige Mobilität zu schaffen. Das entspricht den Bestrebungen der Initiative „Nottuln Nachhaltig“ und dem Initiativkreis ZAK (Zukunft aktiv und kreativ gestalten) aus Schapdetten, in allen Gemeindeteilen Carsharing-Angebote zu etablieren.

Vor einiger Zeit haben sich die beiden heimischen Gruppen das Ziel gesetzt, mehr Dinge im Alltag nachhaltig zu verbessern. Dazu zählt auch das Carsharing, „da es umweltfreundlich ist, für mehr Lebensqualität sorgt und Nutzerinnen und Nutzer im optimalen Fall Geld sparen“, schreiben die beiden Initiativen in einer Pressemitteilung.

Stadtteilauto steht parat

Im Durchschnitt stehen deutsche Pkw fast 23 Stunden pro Tag ungenutzt am Straßenrand. Autos zu teilen, sei deswegen sinnvoll. Ein einziges stationsbasiertes Carsharing-Fahrzeug könne dabei bis zu 20 private Pkw ersetzen. „Diese Idee wird in verschiedenen Carsharing-Angeboten wie bei dem Anbieter Stadtteilauto aus Münster preislich attraktiv und mit jahrzehntelanger Erfahrung in Organisation und Versicherung effizient umgesetzt“, heißt es weiter. In Appelhülsen gibt es bereits seit fünf Jahren eine Stadtteilauto-Station.

Carsharing ist flexibel, macht die eigene Mobilität ökologischer und ist vor allem für Wenig- und Gelegenheitsfahrer finanziell interessant. Bis zu einer Fahrleistung von etwa 10 000 Kilometern pro Jahr (rund 800 Kilometer pro Monat) spart Carsharing gegenüber dem privat angeschafften Neuwagen nachweislich Geld ein, schreibt das Organisationsteam.

Die Firma Stadtteilauto aus Münster würde in Darup, Schapdetten und Nottuln weitere Stationen bereitstellen, wenn sich je Auto und Nutzung zehn bis 20 Kundinnen und Kunden fänden.

„Auch in der aktuellen Pandemiesituation sei die gemeinsame Nutzung unpro­blematisch, solange die geltenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden“, betonen die Organisatoren. Die Firma Stadtteilauto gibt an, die Fahrzeuge je nach Auslastung spätestens alle zwei Wochen systematisch zu reinigen und die Fahrzeuginnenräume zu desinfizieren. Zusätzlich sind in allen Fahrzeugen Desinfektionsmittel vorhanden.

Derzeit stünden insgesamt rund 250 Stadtteilautos zur Verfügung – vom Kleinwagen über Kombi und Neunsitzer bis zum großen Transporter. Zudem verfügen Stadtteilautos im Durchschnitt nicht nur über eine moderne Ausstattung, sondern sind auch energieeffizienter, weil sie gezielter auf bestimmte Nutzungszwecke hin angeschafft werden. Außerdem ist der Anteil an Elektro-Fahrzeugen beim Carsharing deutlich höher als im privaten Bereich.

Ökologische Vorteile

Da die im Frühjahr geplanten Informationsveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können, soll demnächst in einer digitalen Veranstaltung über das Vorhaben informiert werden, heißt es weiter. Interessierte erhalten ab sofort Info-Flyer in der Gemeinde (Bürgerbüro), in der RegioNette, im Dettener Dorfladen und in der Bäckerei-Filiale in Darup oder können sich direkt an folgende Ansprechpartner wenden: Stadtteilauto Münster,  02 51/38 32 30; „Nottuln Nachhaltig“, Sandra Johann,  0 15 78/3 94 41 34; ZAK, Barbara Kämereit,  01 72/3 81 49 14; Gemeinde Nottuln, Klimaschutzbeauftragte Petra Bunzel,  0 25 02/94 23 48.

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